Nächste Planungsphase : Ausbau des Lübecker Flughafens soll noch 2018 beginnen

Silberstreif am Horozont: Nach einem Entscheid des OVG Schleswig darf der Flughafen Lübeck Blankensee ausgebaut werden.
Der Flughafen Lübeck Blankensee.

Der neue Eigentümer möchte wieder einen Linienflugbetrieb am Flughafen etablieren. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

shz.de von
03. September 2018, 06:37 Uhr

Lübeck | Nach der Zurückweisung der Klagen gegen den Ausbau des Lübecker Flughafens durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig gehen die Planungen des Flughafens in die nächste Phase. Möglicherweise noch in diesem Jahr solle mit dem Bau der neuen Entwässerung begonnen werden, sagte Flughafensprecherin Stephanie Eggers. Mit der Wiederaufnahme des Linienflugbetriebs sei aber erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Das OVG hatte Mitte Juni vier Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landes aus dem Jahr 2009 abgewiesen. Die schriftliche Urteilsbegründung stehe zwar noch aus, aber das Urteil sei eindeutig und eine Revision dagegen nicht zugelassen, sagte Eggers.

Die Klagen lagen fast zehn Jahre auf Eis – auch weil der Flughafenbesitzer mehrfach wechselte, zuletzt nach einer Insolvenz. Diese war 2015 angemeldet worden, weil der damalige chinesische Besitzer den Geldhahn zugedreht hatte. Seit Juli 2016 gehört der Flughafen dem Unternehmer Winfried Stöcker, der in Groß Grönau wohnt. Er kündigte an, dass es dort auch wieder einen Linienbetrieb geben soll.

Der erst jetzt rechtskräftig gewordene Planfeststellungsbeschluss sieht die Erweiterung des Flughafens auf dessen Grundstück vor. Die Start- und Landebahn soll in östlicher Richtung um 95 Meter und gen Westen um 60 Meter verlängert werden. Voraussetzung dafür ist die Erneuerung der Entwässerung.

Die nächsten Ausbauschritte seien dann der Bau eines Flugzeughangars und die Erweiterung des Terminals als erste Maßnahme zur Entwicklung eines neuen Abfertigungsgebäudes. „Der Baubeginn dafür ist für nächstes Jahr geplant“, sagte Eggers.

Derzeit starten und landen in Lübeck nur kleinere Jets mit Geschäftsleuten und Sportflieger. „In den zurückliegenden Monaten hatten wir an manchen Tagen mehr als 200 Starts und Landungen von Privat- und Geschäftsfliegern sowie Flugschulen und Vereinen.“

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