Aufnahmestopp in der EAE

In der EAE  sind Fälle von Windpocken aufgetreten.
In der EAE sind Fälle von Windpocken aufgetreten.

In der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge auf dem Lübecker Volksfestplatz sind die Windpocken ausgebrochen

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10. Februar 2016, 15:37 Uhr

In der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge (EAE) auf dem Volksfestplatz an der Travemünder Allee sind Fälle von Windpocken aufgetreten. Für die Erstaufnahme-Einrichtung wurde ein mehrwöchiger Aufnahmestopp verhängt.

In der EAE auf dem Volksfestplatz sind fünf Kinder an Windpocken erkrankt. Sie wurden sofort mit ihren Familien isoliert und in einem räumlich abgetrennten Bereich des Containerdorfs untergebracht. Dadurch soll eine Ausbreitung der Kinderkrankheit verhindert werden. Außerdem hat der Leiter des Medizinischen Zentrums auf dem Volksfestplatz, Dr. Jörg Metzner von den Lübecker Sana-Kliniken, sofort veranlasst, dass alle Schwangeren der Erstaufnahme-Einrichtung untersucht werden. Die Impfung der rund 300 Kinder, die derzeit in Lübeck untergebracht sind, läuft zur Zeit noch. Darüber hinaus wurde auch allen Beschäftigten und Ehrenamtlichen in dem DRK-Containerlager eine Impfung angeboten. Als weitere Vorsichtsmaßnahme gilt für drei bis vier Wochen für den Volksfestplatz ein Aufnahmestopp für Flüchtlingsfamilien.

Windpocken sind eine Kinderkrankheit und haben eine Inkubationszeit von bis zu 28 Tagen. Die Krankheit wird laut Jörg Metzner durch Tröpfcheninfektion übertragen. Seit dem Ausbruch vor ein paar Tagen sind keine weiteren Fälle von Windpocken aufgetreten.

Die Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge auf dem Volksfestplatz wird von dem Lübecker DRK gemeinsam mit den Johannitern betrieben. Die beiden Hilfsorganisationen haben das Containerdorf im September innerhalb weniger Tage aufgebaut. Zur Zeit leben dort rund 750 Flüchtlinge. Platz ist für 1600 Menschen.




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