Lübeck/Bad Schwartau : Auf der A1: Mercedes-Fahrer flüchtet als Geisterfahrer vor der Polizei

Der Fahrer raste zunächst durch eine Baustelle, ignorierte die Anhaltesignale der Polizei und wendete auf der Autobahn.

Avatar_shz von
21. Juli 2020, 15:53 Uhr

Lübeck | Bei einer Verfolgungsjagd am Montagabend hat eine zivile Videostreife der Polizei einen Raser auf der A1 bei Lübeck in Richtung Norden verfolgt, dann aber aus den Augen verloren. Jetzt werden Zeugen um Hinweise gebeten.

Fahrer ignoriert Anhaltesignale der Polizei

In Höhe der Anschlussstelle Moisling wurden die Beamten gegen 18.45 Uhr auf einen weißen Mercedes aufmerksam, der in der dortigen Baustelle zu schnell unterwegs war. Der Fahrer war bei erlaubten 80km/h mit Tempo 132 unterwegs. Außerdem fiel er durch seine aggressive Fahrweise auf und pendelte im Fahrstreifen. Nach der Baustelle, kurz vor der Anschlussstelle Bad Schwartau, war der Mann mit einer Geschwindigkeit von über 180km/h unterwegs. Erlaubt ist dort Tempo 100.

Die ihm gezeigten Anhaltesignale missachtete der Fahrer und beschleunigte weiter. Dabei erreichte er Geschwindigkeiten von 200km/h. In Höhe des gesperrten Parkplatzes Sereetzer Feld wendete er dann sein Fahrzeug auf der Autobahn und flüchtete über die Ausfahrt des Parkplatzes vor der Polizei.

Autofahrer muss Geisterfahrer ausweichen

Über den Parkplatz fuhr er dann als Geisterfahrer wieder auf die A1 in Richtung Süden an Absperrbaken vorbei und über die rechte Fahrspur. Ein ihm entgegenkommender Pkw, der in Richtung Norden unterwegs war, musste bei Tempo 140 ausweichen um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Laut Zeugenaussagen raste der Mercedes-Fahrer dann mit hohen Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h auf dem Seitenstreifen als Geisterfahrer bis zur Anschlussstelle Sereetz weiter. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Pkw verlief erfolglos.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen, die eine gefährliche Situation mit dem weißen Mercedes aus Lüneburg hatten, werden gebeten sich mit dem Verkehrsüberwachungsdienst Neumünster unter der Rufnummer 04321/9453102 zu den Geschäftszeiten in Verbindung zu setzen. Außerhalb der Geschäftszeiten melden sich Zeugen bitte über die 110.

Den Beschuldigten erwartet eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung. Weiter muss der Fahrer mit der Entziehung seiner Fahrerlaubnis rechnen. 

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert