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Auch Wizzair verlässt den Flughafen Lübeck

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Damit gibt es von April an keine Linienflüge mehr von Lübeck-Blankensee

Der insolvente Lübecker Flughafen muss einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen. Die ungarische Billigfluglinie Wizzair kündigte am Donnerstag an, ihre Flüge vom 17. April an von Lübeck nach Hamburg zu verlegen. Damit kehrt auch die letzte noch verbliebene Fluggesellschaft dem Lübeck Airport den Rücken.

Das Unternehmen begründete diesen Schritt auf seiner Internetseite mit anhaltenden finanziellen Problemen des Flughafens. Der Regionalflughafen hatte im September 2015 zum zweiten Mal Insolvenz anmelden müssen. Seither sucht Insolvenzverwalter Klaus Pannen nach einem neuen Investor.

In einer schriftlichen Erklärung Pannens heißt es, die Entscheidung von Wizzair bedeute eine Aussetzung der bestehenden Linienflugverbindungen am Lübeck Airport. Unabhängig davon werde aber weiterhin mit aller Kraft daran gearbeitet, die begonnenen Verhandlungen mit jetzt noch zwei potenziellen Käufern und zukünftigen Betreibern des Flughafens zum Abschluss zu bringen. Ziel sei es weiterhin, so Insolvenzverwalter Pannen, den Flugbetrieb dauerhaft zu sichern.

Ursprünglich hatte Pannen mit fünf Interessenten über eine Übernahme des Flughafens verhandelt. Die Frist dafür hat er bereits viermal verlängert. Pannen wird den Hauptausschuss der Bürgerschaft am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung über den Stand der laufenden Verhandlungen informieren.

Die Hansestadt Lübeck hatte den hochdefizitären Flughafen zwar 2014 an die Puren Germany des Chinesen Chen Yongquiang verkauft; die Stadt hat aber großes Interesse an einem Weiterbetrieb. Würde der Flugbetrieb eingestellt, müsste sie Fördergelder in Millionenhöhe an das Land zurückzahlen.

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erstellt am 17.Mär.2016 | 15:12 Uhr

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