Nach Fällen in Hamburg : Auch in Lübeck ist offenbar ein Obdachloser erfroren

Kältetod in Lübeck: Die Polizei hält es für wahrscheinlich, dass ein Mann an der Kälte gestorben ist.

shz.de von
26. November 2018, 13:12 Uhr

Lübeck | Ein mutmaßlich obdachloser Mann ist in Lübeck wahrscheinlich erfroren. Die Polizei bestätigte am Montag den Tod eines Mannes, nachdem die „Lübecker Nachrichten“ am Sonntag berichtet hatten. Die Obduktion habe ergeben, dass der Mann nicht durch Fremdeinwirkung starb, sagte ein Sprecher. Ein Kältetod sei wahrscheinlich.

Weitere Angaben zu dem Toten machte die Polizei zunächst nicht. Sie bestätigte auch nicht, dass es sich um einen Obdachlosen handelte. Der leblose Mann war bereits am 7. November in einem Durchgang zwischen dem Lübecker Hauptbahnhof und dem zentralen Busbahnhof gefunden worden.

Für die Linke in Schleswig-Holstein forderte deren Landessprecher, der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin, nach Berliner Vorbild einen Kältebus, Wärmeräume mit Suppenküchen, mehr Plätze in Notunterkünften sowie die Unterstützung freier Träger und ehrenamtlicher Helfer. In Hamburg gab es auch bereits in diesem Spätherbst Tote durch Erfrieren.

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