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Lübeck : Anti-Erdogan-Demo: Mann wird bei Schlägerei am Kopf verletzt

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Zwischen pro kurdischen Demonstranten und „national gesinnten Türken“ gab es Provokationen.

Lübeck | Bei einer Demonstration gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Lübeck hat es am Sonnabendnachmittag eine Schlägerei gegeben. Zwischen pro-kurdischen Demonstranten und einer Gruppe von „offensichtlich national gesinnten Türken“ Gegendemonstranten soll es zunächst wechselseitige Provokationen gegeben haben, teilte ein Sprecher der Lübecker Polizei auf Nachfrage von shz.de mit. Die Provokationen führten demnach zu einer Schlägerei zwischen geschätzt 20 bis 30 Personen, bei der es einen leicht Verletzten gegeben hat. Die Polizei musste einschreiten.

<p>Der Demonstrationszug vor dem Holstenor. Hier kam es zu der Schlägerei.</p>

Der Demonstrationszug vor dem Holstenor. Hier kam es zu der Schlägerei.

Foto: Holger Kroeger
 

Der Demonstrationszug startete um 14 Uhr in der Lübecker Innenstadt. Nahe der Holstentorhalle kam es zu der Schlägerei. Zwei Männer sollen dabei aufeinander losgegangen sein. Andere mischten sich ein, es wurden Schlagwerkzeuge und Fahnenstange gegeneinander eingesetzt. Ein Mann wurde dabei durch einen Schlag auf den Kopf verletzt. Er musste medizinisch versorgt werden. Durch das Eingreifen der Polizei konnte die Schlägerei beendet werden. Einer Hundertschaft hatte den Demonstrationszug begleitet.

<p>Polizisten mussten eingreifen und die Gruppen voneinander trennen.</p>

Polizisten mussten eingreifen und die Gruppen voneinander trennen.

Foto: Holger Kroeger
 

Nach dem Zwischenfall habe man erwägt, die Demonstration abzubrechen, teilte der Polizeisprecher mit. Schließlich wurde aber entschieden, die Route abzukürzen. So wurde die Abschlusskundgebung nicht wie geplant an der Willy-Brandt-Straße gehalten, sondern bereits am Klingenberg.

Zu der Demonstration nter dem Motto „Stoppt das faschistische Regime in der Türkei“ aufgerufen hatte ein Bündnis linker Organisationen, darunter das Flüchtlingsforum, die GAL-Bürgerschaftsfraktion und die kommunistischen Parteien DKP und MLPD.

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erstellt am 03.Dez.2016 | 20:34 Uhr

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