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Lübeck

24. Oktober 2017 | 00:52 Uhr

An der Untertrave wird es ruhig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der geplante Umbau der verkehrsreichen Straße an der Lübecker Altstadt muss aber bis 2018 fertiggestellt sein

Die Straße „An der Obertrave“ – vom Alten Salzspeicher bis hin zur Musikhochschule – ist nach Jahren der Umgestaltung zu einer Visitenkarte der Hansestadt geworden. Jetzt sind auch Pläne für den Umbau der Straße „An der Untertrave“ – von der Braunstraße bis hin zum Europäischen Hansemuseum an der Hubbrücke – fertig. Für rund 15 Millionen soll die Fahrbahn auf zwei Spuren reduziert und eine Promenade geschaffen werden. Der Platz vor der Drehbrücke soll eine Wassertreppe erhalten und Sitzbänke mit Blick durch die Engelsgrube hinauf zu St. Jakobi. Am Rande der Lübecker Altstadt soll an der Wasserseite auf der gesamten Straßenlänge eine Promenade ähnlich der an der Obertrave entstehen. Geplant sind Sitz- und Liegepodeste aus Holz sowie Flächen „zum Bespielen öffentlichen Lebens“.

Auf der anderen Straßenseite wird der Gehweg verbreitet, um zum Beispiel für Außengastronomie Platz zu bieten. Die Fahrbahn der „Untertrave“ wird deutlich zurückgebaut. Je Fahrtrichtung verbleiben lediglich ein Streifen für Kraftfahrzeuge und einer für Radfahrer. „Ziel ist es damit auch, Impulse für die ortsansässige Wirtschaft zu geben und, ähnlich wie an der Obertrave, zur Sanierung der Gebäude anzuregen und die im Ansatz vorhandenen Angebote für Touristen und Bewohner zu vervollständigen“, heißt es in der Vorlage der Bauverwaltung.

Der derzeit unstrukturierte Bereich vor der Drehbrücke wird komplett umgebaut. Die Rechtsabbiegespur von der Drehbrücke in Richtung Beckergube entfällt, die Fahrbahn wird nach Norden verschwenkt. So entsteht ein Platz mit Blick durch die hoch ansteigende Engelsgrube auf St. Jakobi. Die vorhandene Toilettenanlage bei der „Fischhütte“ soll abgerissen und durch einen Neubau am gegenüber liegenden Schuppen 6 ersetzt werden. Dort wäre auch Außengastronomie möglich. Zusätzlich wird es eine Wassertreppe geben, an der man ohne Verzehr verweilen können.

Die neuen Pläne greifen im wesentlichen die Ideen aus dem Jahr 2003 auf, die bisher aus Finanznot der Stadt nicht umgesetzt werden konnten. Jetzt hat der Bund aus einem Förderprogramm 3,4 Millionen Euro zugesagt, der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung könnte 5,73 Millionen zur Verfügung stellen. Dazu kommt die übliche Landes- und Bundesförderung.

Die Kosten werden auf 14,8 Millionen Euro geschätzt. Dazu kommen Personalkosten für die Baubegleitung von rund 500  000 Euro. Auf die Stadt Lübeck entfallen davon gut drei Millionen Euro. Wenn die Politik zustimmt, müssten die Fördermittel umgehend beantragt werden. Wichtig: Um die Fördergelder zu erhalten, müssen die Baumaßnahmen zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein.

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