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Lübeck

13. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Aktion Spurwechsel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Lübecker Bürgerinitiative fordert Fahrradspur in der Ratzeburger Allee

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 15:46 Uhr

Mehrere Verbände, Studenten der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule sowie zahlreiche Anwohner haben die Aktion „Spurwechsel“ gestartet. Sie fordern eigene Fahrspuren für Radfahrer in der Ratzeburger Allee, so wie sie in der Kanalstraße mit rotem Straßenbelag jüngst eingerichtet worden sind. Die Stadtverwaltung lehnt diesen Vorschlag aber vehement ab. Sie möchte lieber den Busverkehr in der wichtigen Lübecker Ausfallstraße beschleunigen.

Die Initiative wird getragen vom Allgemeine n Deutschen Fahrradclub (ADFC), der Fachhochschule Lübeck, dem Lübecker Bauverein, den Studentenverwaltungen von Fachhochschule und Universität sowie der St. Jürgen Runde und „StattAuto“. „Der Fahrradweg besonders stadteinwärts ist in einem schlechten Zustand“, stellt Hinrich Kählert, einer der Organisatoren, fest. Die Markierung eines Fahrradstreifens zwischen Weberkoppel und Mühlentor sei eine kostengünstige Möglichkeit für die Verbesserung.

Die Initiatoren verweisen auf die Fertigstellung der neuen Bundesstraße 207 in diesem Herbst. Dann werde nämlich nach Berechnungen der Stadtverwaltung aus dem Jahr 1999 der Verkehr in der Ratzeburger Allee (Teil der alten B207) sich um rund 50 Prozent verringern. Aus diesem Grund werde auch in Groß Sarau die alte B207 zurückgebaut. Die Trasse der B207-neu führt vom Lübecker Hochschulstadtteil, vorbei am Flughafen Blankensee, auf direktem Weg nach Pogeez im Kreis Herzogtum Lauenburg, wo sie auf die alte B207 trifft.

„Auf der Ratzeburger Allee fahren bis zu 30 000 Autos am Tag“, erläutert Marc Langentepe, Sprecher der Hansestadt Lübeck. Die Stadt lehnt die Pläne der Bürgerinitiative ab. Die Straßenverkehrsbehörde und die Polizei hätten ein Veto gegen die Einrichtung einer Fahrradspur eingelegt. Die Ratzeburger Allee sei und bleibe eine Hauptverkehrsstraße. Im kommenden Jahr sind Verbesserungen für den Busverkehr geplant, die den Autoverkehr ohnehin einschränken würden.

Die Bürgerinitiative „Spurwechsel“ macht jetzt politischen Druck und hat in Kürze 350 Unterschriften gesammelt (siehe www.openpetition.de). Bis zum Jahresende sollen es 5000 werden.

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