Abgelenkt durch Handynutzung

Heute Verkehrssicherheitstag der Polizei im Brügmanngarten in Travemünde

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20. September 2019, 12:57 Uhr

Travemünde | Es geht um Prävention: Das 3. Polizeirevier Lübeck lädt am heutigen Sonnabend in den Travemünder Brügmanngarten ein. Von 10 Uhr bis 16 Uhr ist beim Verkehrssicherheitstag das Themenfeld „Ablenkung im Straßenverkehr / kein Handy am Steuer“ im Blick.

„Bei der Veranstaltung (Abgelenkt durch Handynutzung) handelt es sich um eine präventive Maßnahme, um den Verkehrsteilnehmern die Gefahren und die damit verbundenen Folgen einer missbräuchlichen Handynutzung im Straßenverkehr zu verdeutlichen“, erläutert Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck.

„Durch eine Vielzahl von Kontrollen im Bereich des
3. Polizeireviers Lübeck konnte leider eine deutliche Steigerung der Verstöße festgestellt werden. Waren es im Jahr 2017 noch 293 Handyverstöße und 265 Gurtverstöße, mussten die Beamten im Jahr 2018 bereits 465 Handyverstöße und 402 Gurtverstöße ahnden“, so Stefan Muthz weiter. Aus diesem Grunde müsse ein Umdenken bei den Verkehrsteilnehmern stattfinden. Die Veranstaltung soll zeigen, was geschehen kann, wenn man durch das Handy vom Straßenverkehr abgelenkt wird. „Um das zu verdeutlichen, bietet die Veranstaltung einen Fahrsimulator, einen Gurtschlitten, einen Überschlagsimulator und eine Bergungsaktion der Feuerwehr Lübeck an“, so Muhtz. Die Entwicklung vom Fehlverhalten über die möglichen Folgen bis hin zum Gerettet werden so Besuchern erlebbar gemacht.

Beim Einsatz des Simulators wird der Fahrer während der einer dreiminütigen Tour durch eine Nachricht auf dem Handy zum Hinschauen gezwungen. „In diesem Moment spielt das System eine Gefahrensituation ein, die der Fahrer nicht gewachsen ist. Es kommt zum Unfall!“, sso Stefan Muhtz. Der Simulator wird vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) gestellt.

Nachdem der Verkehrsteilnehmer beim Test in die Unfallsituation kam, kann er in dem Gurtschlitten erleben, welche Kräfte auf dem Körper wirken, wenn man in den Gurt schlägt. Der Gurtschlitten wird von der Dekra gestellt.

„Im Anschluss kann der Teilnehmer im Überschlagsimulator erleben, welche Schwierigkeiten bei der Selbstbefreiung aus einem auf dem Dach liegenden Fahrzeug entstehen“, so Stefan Muhtz. Zur Verfügung gestellt wird der Überschlagsimulator durch den ADAC.

Um auch für ein im ungünstigsten Fall trauriges Ende eine Information anbieten zu können, soll dann eine Bergung beziehungsweise Fahrzeugöffnung an einem Unfallfahrzeug durch die Berufsfeuerwehr Lübeck vorgeführt werden. Dadurch soll dem Verkehrsteilnehmer bewusstwerden, welche Zeitspanne bis zur einer Bergung aus einem verunfallten Fahrzeug vergeht. Polizeisprecher Muhtz: „Wir erhoffen uns von der Veranstaltung, durch dieses eigene Erleben der Gefahrensituation ein deutliches Umdenken im Hinblick auf die Nutzung von elektrischen Geräten beim Verkehrsteilnehmer hervorzurufen.“


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