Ab sofort Strafzettel

Die Lübecker Stadtverwaltung reagiert auf das Parkchaos in Travemünde. Es soll jetzt mehr Strafzettel geben.
Die Lübecker Stadtverwaltung reagiert auf das Parkchaos in Travemünde. Es soll jetzt mehr Strafzettel geben.

Lübecker Stadtverwaltung will Falschparker in Travemünde Einhalt gebieten

shz.de von
05. Juli 2019, 14:42 Uhr

Lübeck | Während die Diskussion über ein Verkehrskonzept für Travemünde in den politischen Gremien nicht recht voran kommt, schaffen die Autofahrer schaffen Fakten. So war die schmucke Kaiserallee am Wochenende durch Falschparker blockiert. Die Stadtverwaltung kündigt daraufhin an, unverzüglich mehr Ordnungskräfte einzustellen.

Wie konnte es zu dem Chaos in der mit 800 Lindenbäumchen gesäumten Prachtstraße Travemündes kommen? Eigentlich gilt hier beidseitig ein Halteverbot. Dennoch waren beide Straßenseiten zugeparkt. Ein Begegnungsverkehr auf der ohnehin recht schmalen Straße nicht mehr möglich.

Die Lübecker Stadtverwaltung reagiert auf die katastrophalen Parkverhältnisse vom vergangenen Wochenende. „Insbesondere in Travemünde wurden extrem viele Parkverstöße festgestellt“, berichtet die Verwaltung. „Der Ferienbeginn sowie das tolle Wetter lockten zahlreiche Gäste in das Ostseeheilbad, die ihre Fahrzeuge leider vermehrt nicht nach den geltenden Regeln abstellten. Der städtische Ordnungsdienst, der aufgrund der Fülle an gleichzeitigen Veranstaltungen in Lübeck wie den Handball Days oder dem Superkunst-Festival verschiedene Einsatzorte zu bewältigen hatte, kam an seine Grenzen. Nicht alle Verstöße konnten dokumentiert werden.“

„Wir haben das Problem erkannt und werden kurzfristig Entscheidungen treffen, um den Ordnungsdienst personell zu verstärken“, will Lübecks Innen- und Umweltsenator Ludger Hinsen (CDU) unmittelbar auf das Problem einwirken: „Unabhängig von den Kontrollen durch den Ordnungsdienst bedarf es aber auch gerade in Travemünde einer Lösung, um den Verkehr zu lenken.“

Mit Blick auf das bevorstehende Wochenende appelliert Hinsen, an die Verkehrsteilnehmer, geltende Halte- und Parkverbote zu respektieren, gerade wenn es sich um sensible Flächen wie Rettungswege und Feuerwehrzufahrten handele. Besser noch: Gerade an Tagen, wo aufgrund des Sommerwetters und/oder Veranstaltungen mit verstärktem Gästeaufkommen zu rechnen ist, sollte man den Umstieg auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn bevorzugen.



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