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Lübeck

14. Dezember 2017 | 16:17 Uhr

Autobahn A1 : A 1 wird später fertig

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Autobahn-Auffahrt Lübeck-Zentrum wird erst Mitte September fertig sein.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2015 | 16:25 Uhr

Sicherheitsprobleme, logistische Schwierigkeiten und das Wetter – diese drei Faktoren sind die entscheidenden für die Verzögerung der Fertigstellung der A1 in Höhe Lübeck-Zentrum. Das gab der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr gemeinsam mit den beteiligten Firmen Kemna und Eurovia am Donnerstag bekannt. „Die Qualität steht im Vordergrund. Wir – und genauso die Auftragnehmer – wollen die bestmögliche Qualität sichern. Daher gibt es hier keine Hektik, sondern Sorgfalt. Die Sanierungsarbeiten sollen schließlich mindestens drei Jahrzehnte halten“, sagt Jens Sommerburg, Lübecker Niederlassungsleiter des Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV).

Konkret bedeutet das für die Freigabe der weiterhin voll gesperrten Abfahrt Lübeck-Zentrum, dass dort noch bis zum 18. September gearbeitet wird. In den „Morgenstunden“ – so die allgemeine Sprachregelung zwischen Land und ausführenden Firmen – des 18. Septembers soll die Anschlussstelle HL-Zentrum geöffnet und direkt im Anschluss die A1-Anschlussstelle Lübeck-Moisling dicht gemacht werden.

Mit Stauproblemen rechnet Sommerburg nicht. „Die bisher ausgeschilderten Umleitungen haben sich bewährt. Natürlich ist auf den Umleitungsstrecken dann mehr Verkehr als sonst, aber große Probleme sind uns nicht bekannt. Wir sind optimistisch, dass das dann auch bei der Sperrung der AS Lübeck-Moisling funktionieren wird.“

Aber wie konnte es zu der Verzögerung kommen? „Das Hauptproblem war gleich der Start. Leider war die gelieferte Absperrung nicht genehmigungsfähig. Es wurden Schilder und Absperrwände eingesetzt, die in dieser Kombination nicht zulässig sind. Die Auflagen in Deutschland sind sehr streng. Also musste die Firma hunderte andere Wände besorgen. Das hat sofort zu zwei Wochen Verzögerung geführt“, erläutert Sommerburg. Hinzu sei dann das Wetter gekommen, ergänzt Projektleiter Karl-Friedrich Stephan. „Beton ist eine Diva. Sie bestraft dich, wenn du sie schlecht behandelst“, zitiert er einen in der Bauszene bekannten Spruch. Kurzum: Bei zu großer Hitze oder bei enormen Regen konnten die Arbeiten nicht fortgesetzt werden. „Bei Hitze trocknet die Betonfläche zu schnell aus und wird bröckelig. Bei Regen entstehen Schäden in der Oberfläche, und zusätzlich wird der Beton durch das Wasser in seiner Konsistenz verdünnt“, so Stephan weiter.

„Natürlich hätte ich mir auch gewünscht, dass wir etwas schneller sind. Aber das hat man nicht in der Hand. Die Verzögerung wird sich jetzt aber nicht weiter erhöhen. Wir sind dafür in anderen Bereichen schon sehr schnell und einen Schritt weiter als gedacht“, sagt Sommerburg: „Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.“ Aktuell sind 186 Mitarbeiter auf der 5,5 Kilometer langen Baustelle aktiv. Bis zu 30 Bagger und 60 Lkw sind zeitgleich im Einsatz, um den Zeitplan einhalten zu können.  

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