Totschlagsprozess in Lübeck : 78-jähriger Rentner erschlagen – Motiv weiter unklar

Der Sohn des Opfers bezeichnet den Vater als friedfertigen Menschen. Der Angeklagte schweigt weiterhin.

shz.de von
14. August 2018, 14:25 Uhr

Lübeck | Im Prozess gegen den Mann, der am ersten Weihnachtstag in Lübeck einen Rentner auf offener Straße erschlagen haben soll, liegt das Tatmotiv weiter im Dunkeln. Der Sohn des Getöteten, der am Dienstag vor dem Landgericht Lübeck als Zeuge befragt wurde, schilderte seinen Vater als friedfertigen Menschen. Er sei keiner gewesen, der von sich aus einen Streit angefangen hätte, sagte der 48-Jährige.

Sein 78 Jahre alter Vater war mit dem Rad unterwegs, als er mit einem Ast erschlagen wurde. Diese morgendliche Runde sei eine feste Gewohnheit seines Vaters gewesen, sagte der Sohn. Allerdings sei er am Tattag eine Stunde früher als sonst aufgebrochen, weil die Familie am Vormittag Besuch erwartet habe.

Als der 78-Jährige leblos auf dem Radweg gefunden wurde, habe sein Portemonnaie mit fast 200 Euro Bargeld in seiner Hosentasche gesteckt, sagte ein als Zeuge geladener Kriminalbeamter. Weiter sagte er, dass der 44 Jahre alte Angeklagte zur Tatzeit in einem verwilderten Kleingarten gelebt habe. Dort sei alles voller Müll und auch Diebesgut gewesen.

Dem einschlägig vorbestraften Angeklagten wird Totschlag vorgeworfen. Er schweigt bislang. Der Prozess wird fortgesetzt.

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