Schwarzarbeit : 183.000 Euro hinterzogen: Ehepaar aus Lübeck verurteilt

Das Ehepaar hat seine Angestellten als geringfügig Beschäftigte eingestellt, sie jedoch Vollzeit arbeiten lassen.

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27. August 2018, 11:53 Uhr

Lübeck/Kiel | Ein Lübecker Bauunternehmer und seine Ehefrau sind jeweils zu Haftstrafen von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Die Ermittlungen der Lübecker Finanzkontrolle hatten ergeben, dass der als selbstständiger Verputzer tätige Unternehmer Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 183.000 Euro hinterzogen hatte, teilte das Hauptzollamt Kiel mit. Seine auf dem Bau eingesetzten Arbeitnehmer habe er vollschichtig arbeiten lassen, er habe sie aber nur geringfügig oder gar nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. Die geleistete Mehrarbeit sei schwarz vergütet worden.

Zur Verschleierung der Zahlungen habe sich der Unternehmer sogenannte Scheinrechnungen erkauft und diese in seine Buchhaltung einfließen lassen, um so über die tatsächlichen Aufträge hinwegzutäuschen. Die als Betriebsausgaben verbuchten Gelder dienten einzig und allein der Bezahlung von Schwarzarbeitern, so das Hauptzollamt.

Da sich die Ehefrau des Angeklagten als Namensgeberin der Baufirma auf die illegalen Geschäfte ihres Mannes eingelassen habe, erging auch gegen sie ein Strafbefehl. Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung der säumigen Gelder in Höhe von 183.000 Euro an.

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