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Tat in Wismar : 13-Jährige vergewaltigt – 19-Jähriger räumt Sex mit der Minderjährigen ein

vom

Eine 13-Jährige lernt einen unbekannten Mann aus Lübeck per Internet-Messenger kennen. Kurze Zeit später wird das Mädchen missbraucht.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 11:10 Uhr

Lübeck | Im Vergewaltigungsfall um ein 13-jähriges Mädchen aus der Nähe von Wismar hat ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger nach Angaben der Staatsanwaltschaft den sexuellen Kontakt eingeräumt, diesen aber als einvernehmlich dargestellt. Der 31-jährige Onkel des jungen Mannes hingegen habe in der Vernehmungen beim Haftrichter die Vorwürfe bestritten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag in Schwerin.

Die Männer hatten das Mädchen am vergangenen Freitag aufgesucht, als es allein zu Hause war. Als die Mutter der 13-Jährigen zurückkehrte, flüchtete das Duo, wurde kurze Zeit später aber von der Polizei gestellt. Die Männer sitzen wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung seit Sonntag in Untersuchungshaft.

Ersten Ermittlungen zufolge lernten sich der 19-Jährige, der mit seiner Familie bei Lübeck lebt, und das Mädchen über einen Internet-Chat kennen. Von der detaillierten Auswertung des Schriftwechsels versprechen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse. Die Ermittlungen lägen in der Hand der Kriminalpolizei in Schwerin und liefen auf Hochtouren, hieß es.

Der Landes-Datenschutzbeauftragte Heinz Müller nahm den Fall zum Anlass, erneut vor den Risiken sozialer Netzwerke zu warnen. „Was sich hier abzeichnet, ist wohl die Spitze des Eisberges“, sagte er. Sorgloser Umgang mit persönlichen Daten leiste Straftaten Vorschub. So breite sich auch Mobbing über das Internet immer mehr aus.

Müller verwies auf Gemeinschaftsprojekte zur Stärkung der Medienkompetenz junger Menschen. „Zusammen mit der Medienanstalt des Landes und dem Landeskriminalamt machen wir schon eine ganze Menge, bilden zum Beispiel Schüler zu Medien-Scouts aus, die ihr Wissen an Gleichaltrige weitergeben. Aber angesichts der Allgegenwärtigkeit sozialer Medien ist das immer noch zu wenig“, konstatierte Müller. Hoffnung setze er auf einen Beschluss der Länder-Bildungsminister, dem Thema Medienkompetenz mehr Raum an den Schulen zu geben..

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