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Lübeck

11. Dezember 2017 | 16:29 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Märchen im Naturbad



Im Grimm-Jahr 2013 widmen sich Aulike & Upnmoor den im literarischen Spiegel der Jahrhunderte sträflich vernachlässigten Rinder- und Hans-Märchen der Brüder Grimm. Vorstellungen gibt es am Freitag und Sonnabend, 30. und 31. August, jeweils um 20 Uhr im Naturbad Falkenwiese, Wakenitzufer 1b.
Ohne Rücksicht auf die eigene geistige Unversehrtheit und „unter Missachtung sämtlicher Sicherheitsbestimmungen haben Nils Aulike und Manfred Upnmoor das Siegel des Grimm’schen Kuriositätenkabinetts erbrochen. Sie führen dabei unerschrocken in ein märchenhaftes Panoptikum des Paranoiden. Der Eintritt kostet zehn Euro. Publikum und Bühne sind open air, aber überdacht.Kartenreservierung unter Tel. 0157-73287023. Mehr Infos unter www.manfredupnmoor.de/aulike-und-upnmoor

Sechs weitere Stolpersteine



Am Donnerstag, 29. August, werden sechs weitere Stolpersteine des Bildhauers Gunter Demnig an Lübecker Bürger und Bürgerinnen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.

>Um 16 Uhr beginnt in der Beckergrube 74 die Veranstaltung, zu der die Initiative Stolpersteine für Lübeck einlädt. Durch die Veranstaltung führt Susanne Schledt-Önal. „Hier wohnte“, so beginnt die Inschrift auf jedem Stolperstein. Es folgen der Namen des zu gedenkenden Menschen mit seinen Lebensdaten und seinem Leidensweg. An die letzte freiwillig gewählte Wohnstätte kehrt der Name des Menschen zurück. So erhalten die Verfolgten eine würdevolle Erinnerungstätte und ihre Angehörigen einen Ort des ehrenden Gedenkens, blieben die Ermordeten doch ohne menschenwürdige Gräber, sofern diese überhaupt bekannt sind.

In der Beckergrube 74 wohnten Max Julius Blumenthal und Martin Blumenthal. Max Julius,1908 geboren, wurde 1936 in sogenannte „Schutzhaft“ genommen. Nach seiner Internierung im Konzentrationslager (KZ) Sachsenhausen wurde er in die KZs Dachau in Bayern und Buchenwald bei Weimar deportiert. 1939 gelang ihm die Flucht nach Shanghai. Sein Vater Martin Blumenthalwurde 1941 nach Lodz deportiert und dort ermordet.

>Um 17 Uhr folgt in der Königstraße 45 die Verlegung des Stolpersteines für Caroline Bär, die nach Theresienstadt deportiert und dort am 8. August 1942 ermordet wurde.

>Um 18 Uhr werden im Reiherstieg für das Ehepaar Josephine und Noah Honig zwei Stolpersteine verlegt. Sie wurde 1941 nach Riga deportiert und dort ermordet. Ihr Ehemann Noah Honig wurde 1945 in Bergen-Belsen ermordet. Yelizaweta Paliy von der Lübecker Jüdischen Gemeinde wird an dieser Verlegestelle ein Grußwort halten.

>Um 19 Uhr wird in der Lindenstraße 12 Nathan Lambertz, der , mit einem Stolperstein gedacht. 1942 in Theresienstadt ermordet wurde.
Die verlesenen Biografien werden zu lesen sein auf der website www.stolpersteine-luebeck.de.

Live-Musik im CVJM



Zu zwei Live-Musik-Abenden in der letzten Augustwoche wird ins LiveCV des CVJM Lübeck, Große Petersgrube 11, eingeladen. Am heutigen Dienstag, 27. August, findet ab 21 Uhr bei freiem Eintritt die Bluessession mit Bluesm@ail und vielen anderen statt. Am Freitag, 30. August, wird das Schweizer Trio Vein erwartet. Dass sich im Jazz die Klaviertrios im Normalfall einem idealtypischen Interplay verschreiben, ist ja schon längst eine Selbstverständlichkeit, wenn auch eine durchaus immer wieder erwähnenswerte. Und doch: Selbst beim differenziertesten Pianotrio-Interplay fällt einem der drei Musiker unwillkürlich die Rolle des primus inter pares zu – dem Pianisten natürlich, in der Regel der Leader der Gruppe und im Spiel denn auch solistisch am meisten zu hören. Und exakt hier setzen Michael und Florian Arbenz und Thomas Lähns mit ihrem Trio Vein an: Was sie mit ihrer Musik anstreben, ist nichts Geringeres als die größtmögliche Gleichwertigkeit der Stimmen, angelegt bereits in ihren bestechenden Eigenkompositionen, in ihren überraschenden Interpretationen und Arrangements fremder Stücke wie auch in den solistischen Parts, in denen alle drei Protagonisten sozusagen zu ihrem Recht kommen. Konzertbeginn ist um 21 Uhr, der Eintritt kostet zwölf Euro.

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