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Schiffsunglück vor Fehmarn : Kutter „Condor“ in Rostock: Experten untersuchen Wrack

vom
Aus der Onlineredaktion

Die „Condor“ musste aus 22 Meter Tiefe aus der Ostsee gehoben werden. Jetzt wird der Zustand des Schiffs geprüft.

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2016 | 15:08 Uhr

Fehmarn | Das aus der Ostsee vor Fehmarn gehobene Wrack des Kutters „Condor“ ist in Rostock eingetroffen. Nach einer Nachtfahrt über die Ostsee erreichte der Schwimmkran „Sanne A“ mit dem Kutter an Bord am Dienstagmorgen den Tonnenhof in Rostock-Warnemünde. Dort soll das am Montag gehobene Wrack von Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) inspiziert werden. Die „Condor“ war am 6. Februar aus bislang unbekannter Ursache gesunken. Der Kapitän und sein Decksmann kamen dabei ums Leben.

Die „Condor“ wurde auf dem Gelände des Tonnenhofs abgestellt und mit Holzlatten gesichert. Ein Ermittlerteam der BSU wird das Schiff dort in den nächsten Tagen genau unter die Lupe nehmen auf der Suche nach Hinweisen, warum der Fischkutter untergegangen ist. Dabei werde unter anderem der Zustand des Schiffes und der Netze geprüft, ob es offene Luken an Bord gab und ob der Vorwärts- oder der Rückwärtsgang eingelegt war, hieß es von der BSU.

Die Bergung am Montag sei wegen des Alters des Kutters und der Wassertiefe aufwendig gewesen, sagte der Bergungsleiter Jens Pap. Der 1943 gebaute Kutter musste aus 22 Meter Tiefe vom Grund der Ostsee an die Wasseroberfläche gehoben werden. „Dabei  waren keine Beschädigungen am Rumpf zu erkennen“, sagte Pap. An der Bergung waren sechs Taucher, ein Schwimmkran und ein Arbeitsschiff beteiligt.

Die Untersuchung des Wracks in Rostock wird nach Einschätzung des BSU noch bis zum Ende der Woche dauern. Der Untersuchungsbericht werde voraussichtlich in einem Jahr im Internet veröffentlicht werden.

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