Corona-Krise : Zählen, testen, impfen

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Schulen wieder geöffnet, einkaufen mit Termin: Vor Kurzem hofften noch viele, dass es in der Corona-Krise langsam besser wird. Nun steigen die Zahlen wieder.

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19. März 2021, 19:53 Uhr

Seit Monaten beobachten Menschen in Deutschland, wie die Zahlen rauf und runter gehen. Mal stecken sich sehr viele Leute mit dem Coronavirus an. Dann gehen die Ansteckungen wieder zurück. Am Montag sprechen Politikerinnen und Politiker wieder über die momentanen Corona-Regeln. Dabei geht es um steigende Zahlen, aber auch ums Testen und Impfen.

Zählen: Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus steigt gerade stark. Unter 100 000 Einwohnern in Deutschland haben sich innerhalb einer Woche mehr als 95 neu angesteckt. Vor einem Monat waren es noch rund 57. Ein Grund dafür ist wohl eine Mutante, also eine Variante des bisherigen Virus. Sie ist ansteckender. Hinzu kommt: Die strengen Corona-Regeln wurden ein wenig gelockert. Es sind zum Beispiel wieder viele Kinder in den Schulen. Je mehr Menschen aufeinander treffen, desto leichter können sie sich aber auch gegenseitig anstecken.

An immer mehr Schulen werden die Kinder auf das Coronavirus getestet.
Matthias Bein/dpa
An immer mehr Schulen werden die Kinder auf das Coronavirus getestet.
 

Testen: Wer nächste Woche in den Kölner Zoo will, muss vorher einen Corona-Test machen. Auch in vielen Schulen wird getestet. Das soll helfen, Ansteckungen zu verhindern. Denn manchmal haben Menschen das Virus in sich, ohne es zu merken. Trotzdem können sie andere Leute anstecken. Wenn mehr getestet wird, werden auch mehr Ansteckungen entdeckt. Hat der Anstieg also damit zu tun? Der Experte Lars Schaade ist da vorsichtig. Er sagte gestern: „Nach unseren Daten lässt er sich nicht damit erklären, dass mehr Schnelltests gemacht werden.“ Impfen: Experten haben sich zuletzt den Impfstoff der Firma Astrazeneca noch mal genauer angeschaut. Wenige Menschen hatten nach der Impfung ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommen. Einzelne Menschen starben sogar. Ob die Probleme wirklich mit der Impfung zu tun hatten oder nur zufällig kurz danach passierten, ist noch nicht geklärt. Vorsorglich waren die Impfungen aber gestoppt worden. Nun können sie weitergehen. Auf die möglichen Nebenwirkungen macht jetzt ein Warnhinweis aufmerksam. Fachleute sagen: Solche Nebenwirkungen sind so selten, dass der Nutzen des Impfstoffs überwiegt.

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