Tiere : Wildes Pferd

„Shine like a Diamond“ hat schon Vertrauen gefasst zu Maya Johanna Japp.
„Shine like a Diamond“ hat schon Vertrauen gefasst zu Maya Johanna Japp.

Maya Johanna Japp hat sich eine schwierige Aufgabe vorgenommen: Einen Mustang zu zähmen.

shz.de von
26. Juni 2018, 01:25 Uhr

„Shine like a Diamond“ ist rotbraun, hat eine lange Wuselmähne und guckt etwas scheu. „Obwohl sie ein echter Mustang ist, sieht sie eigentlich wie ein ganz normales Pferd aus“, findet Kina-Reporterin Mieke (8).

Mieke darf die Mustang-Stute heute besuchen. „Leider hat ,Shine like a Diamond’ noch etwas Angst vor Kindern“, erzählt Pferdetrainerin Maya Johanna Japp. Daher darf Mieke das Pferd nicht anfassen, sondern nur anschauen.

 

Die Mustang-Stute stammt aus Nordamerika. Dort lebte sie von Geburt an in der Wildnis zusammen mit anderen Wildtieren und den Rindern der Farmer (so nennt man amerikanische Bauern). Da aber auch die Wildnis nicht unendlich groß ist, reicht das Futter nicht für alle Tiere. Deshalb wurde „Shine like a Diamond“ eingefangen und in eine Wildpferde-Station gebracht. Von dort aus wurde sie gemeinsam mit anderen Mustangs nach Deutschland geflogen, um hier an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Pferdetrainerin Maya und ihre Kollegen sollen zeigen, ob sie das Vertrauen der Wildpferde in 100 Tagen gewinnen können. Zu Anfang hat sich Maya einfach nur in der Nähe der Stute aufgehalten. Es dauerte zwei Wochen, bis sie das Pferd berühren durfte. Mittlerweile sind 50 Tage vergangen. „Shine like a Diamond“ wird an einem Seil, der sogenannten Longe, trainiert und hat auch schon einen Sattel kennengelernt. „Allerdings merkt man, dass sie aus der Wildnis stammt. Sobald sie sich bedroht fühlt, wirft sie sich blitzschnell herum und tritt“, erzählt Maya. Dieser Instinkt bewahrte sie in der Wildnis davor, von Feinden wie Berglöwen gefressen zu werden.

Maya freut sich auf die nächsten 50 Tage mit der wilden Stute. Schön findet sie, dass nicht nur sie ein Lehrer für „ihren“ Mustang ist, sondern auch selbst eine Menge von ihm lernen kann, zum Beispiel sich über kleine Fortschritte zu freuen.


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