Textilien : Wie wurde eigentlich meine Kleidung hergestellt?

Viele Menschen in Asien verdienen ihr Geld damit, Kleidungsstücke zu nähen, die in Läden in Europa wandern.
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Viele Menschen in Asien verdienen ihr Geld damit, Kleidungsstücke zu nähen, die in Läden in Europa wandern.

Pullover, Hose oder Rock: Menschen kleiden sich gern ein und geben dafür auch viel Geld aus. Aber woher stammt eigentlich das Kleidungsstück, das du regelmäßig trägst?

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01. Juli 2014, 04:00 Uhr

Der Klamotten-Laden liegt in der nächsten Stadt oder gleich um die Ecke. Doch die T-Shirts, Hosen und Pullover im Regal stammen oft nicht von hier, sondern aus völlig anderen Ecken der Welt. „Made in India“ steht da zum Beispiel innen auf dem Schildchen, also „Hergestellt in Indien“. Das große Land liegt in Asien. Viele Firmen aus Europa oder Amerika lassen ihre Sachen in anderen Ländern nähen, wie in Indien, Bangladesch oder China. Das ist für die Firmen oft billiger. Auch, weil die Näherinnen dort sehr wenig Geld für ihre Arbeit bekommen.

Kritiker machen immer wieder klar, dass es in vielen Fabriken nicht fair zugeht. Oft schuften die Menschen dort viele Stunden am Stück – ohne Pause. Dabei sitzen sie häufig in uralten Fabriken. In vielen Fällen werden die Menschen für die anstrengende Arbeit auch nicht gut bezahlt. Die Frauen und Männer lassen sich das aber oft gefallen, weil sie Geld für ihre Familien verdienen müssen.

Gerade sprechen die Leute in Europa wieder mehr über das Thema. Denn in Kleidern der Klamottenfirma Primark sind Zettelchen aufgetaucht, die wie Hilfe-Rufe von Arbeitern zu lesen sind. Die Firma vermutet aber, die Zettelchen seien gefälscht. Viele Menschen wird es freuen, dass über das Thema wieder diskutiert wird. Sie hoffen, dass sich mehr Leute in Europa fragen, woher ihre Kleidung kommt. Und dass sich immer mehr Leute dafür einsetzen, dass es in den Fabriken menschlicher zugeht.

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