Mitmachen : Wie wird man Filmregisseur?

Für seinen Film „Abgetaucht“ organisierte Moritz ein großes Team und drehte auch im Wald.
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Für seinen Film „Abgetaucht“ organisierte Moritz ein großes Team und drehte auch im Wald.

Beim Jugendfilmfest können sich junge Filmemacher treffen und austauschen. Moritz Boll ist dabei.

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14. November 2018, 21:11 Uhr

Moritz Boll (Foto) ist schon ganz aufgeregt. Denn sein Kurzfilm „Abgetaucht“ wird beim Finale des diesjährigen Jugendfilmfestes Schleswig-Holstein in einem Kino auf großer Leinwand laufen. „Das ist natürlich cool“, meint der 24-jährige Nachwuchsregisseur aus Kiel. Er freut sich sehr, an dem Filmfestival teilzunehmen, das extra für Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre ist.

In seinem neuen Film geht es um ein Mädchen und ihren Vater.
In seinem neuen Film geht es um ein Mädchen und ihren Vater.
Hier treffen junge Filmemacher zunächst auf dem Jugendhof Scheersberg bei Flensburg aufeinander, um ein Wochenende lang gemeinsam die 54 selbst produzierten Filme anzuschauen und darüber zu diskutieren. Anschließend fahren alle am Sonntag, 25. November, um 15 Uhr zum großen Finale im Studio Filmtheater in Kiel. Dort ist auch Moritz´ Film zu sehen. Darin erzählt er die Geschichte von der großen Liebe eines Vaters zu seiner Tochter. Mehr darf noch nicht verraten werden, sonst würde man spoilern – das heißt so viel wie „den Spaß verderben“.

Um Spaß soll es gehen beim Jugendfilmfest. Dabei lernt man andere Filmfans kennen und findet neue Freunde. Moritz hat auch viel Spaß an neuen Bekanntschaften und daran, sich mit Freunden Geschichten auszudenken und sie zu verfilmen. Das war bei ihm schon immer so. Als er zehn war, bekam er eine Kamera mit der er seine Lego-Figuren in Stopptrick filmen konnte. „Schnell hatte ich die Technik verstanden und konnte diese kleine Welt spielerisch in Bewegung setzen“, erinnert sich Moritz. „Zum Beispiel ließ ich einen Hubschrauber fliegen, indem ich ein großes Hintergrundbild mit Himmelmotiv Stück für Stück weiterzog und die Propeller Stück für Stück weiterdrehte.“

Später drehte er mit Schulfreunden einen Film über Jugendliche, die von zu Hause ausgerissen sind. „Es war spannend, sich auszumalen, was diese Clique erlebt“, sagt Moritz. „Für diesen Film haben wir sogar die Schule geschwänzt.“ Das sollte man zwar nicht nachmachen, aber ansonsten kann man sich Moritz gut zum Vorbild nehmen. Er verfolgt seinen Traum, ein großer Filmregisseur zu werden. Doch bevor es soweit ist, freut Moritz sich auf das Jugendfilmfest. Und vielleicht gewinnt er ja einen der Preise.

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