Unterwegs : Wie in einer großen Familie

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Levke aus Glückstadt arbeitet als Freiwillige mit Menschen mit Behinderungen in Schweden.

Levke Andermann ist gespannt auf Schweden. von
30. Januar 2020, 18:08 Uhr

Järna | Inzwischen bin ich etwa fünf Monate in Schweden und arbeite auch schon nicht mehr in der Gartengruppe. Seit Oktober bin ich nämlich , in einem der Bewohnerhäuser eingesetzt. In dem Haus wohnen sechs Männer und eine Frau, die jeweils eine eigene Wohnung haben. Dann gibt es noch einen Gemeinschaftsbereich: Wohnzimmer, Küche und Esszimmer. Dort wird gemeinsam Fika gemacht, so heißt hier die Kaffeepause, wir unterhalten uns, gucken Fernsehen, kochen und essen. Man kann sich das wie eine große Familie vorstellen, jedoch gibt es durch die eigenen Wohnungen noch mehr Rückzugsmöglichkeiten. Einige sind lieber in Gesellschaft, und andere verbringen mehr Zeit allein in ihrer Wohnung.

Die meiste Zeit meiner Arbeit, verbringe ich mit den Bewohnern. Ich unterhalte mich mit ihnen, lese ihnen etwas vor, oder sie haben eigene Ideen, was wir gemeinsam machen. In der Weihnachtszeit wurde sehr viel gebacken. Ein Bewohner darf kein normales Mehl essen. Deshalb hat er mich gefragt, ob wir zusammen spezielle Pfefferkuchen für ihn backen können. Den Teig habe ich mit einem besonderen Mehl zubereitet und in den Kühlschrank gelegt.

Nach der Kaffeepause bin ich mit dem Bewohner in die Küche gegangen, wo wir haben angefangen haben, den Teig auszurollen und Plätzchen auszustechen. Dabei hat er mir seine schwedischen Lieblings-Weihnachtslieder vorgespielt. Wir haben auch einige deutsche Lieder gehört und ich habe versucht, ihm zu übersetzen, was gesungen wird. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und es war für uns beide interessant, neue Lieder kennenzulernen.

Der Teig war leider viel zu schnell alle und unsere Backstunde damit auch zu Ende. Der Bewohner hat sich sehr gefreut, dass er auch selbst gebackene Plätzchen hatte, die er essen durfte. Es bringt mir sehr viel Spaß mit den Menschen dort zu arbeiten. Die Bewohner freuen sich immer, wenn ich komme. Das ist ein sehr schönes Gefühl.

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