Mitmachen : Wie dreht man eigentlich einen Film?

Tjerk, Malte, Joris und Meryem (von links) verfilmen eine Murmel-Gruselgeschichte.
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Tjerk, Malte, Joris und Meryem (von links) verfilmen eine Murmel-Gruselgeschichte.

Schüler der Flensburger Goethe-Schule drehen Filme von „Fantastischen Orten“.

shz.de von
22. Mai 2018, 21:15 Uhr

Kein gesprochener oder geschriebener Text, nicht direkt selber im Video mitspielen und nur ein zentrales, vorgegebenes Requisit benutzen?

Das ist ein Filmprojekt, an dem Schüler der Goethe-Schule Flensburg arbeiten. Es nennt sich Fantastische Orte. Insgesamt sind 48 Elftklässler der Kunst- und Musikkurse daran beteiligt. In drei Tagen soll alles gefilmt und vertont werden. Außerdem darf nur in einem Umkreis von 750 Metern zur Schule gedreht werden. Die Schüler bekamen zuvor eine Einweisung für den Umgang mit der Kamera beim Offenen Kanal Flensburg.

Blutfressende Murmeln

Aber wie macht man so etwas eigentlich? Wie dreht man einen Film? Meryem (16), Malte (17), Tjerk (17) und Joris (17) haben sich als Requisit für Murmeln entschieden. Zur Auswahl standen zum Beispiel noch ein Schlüssel, ein Ei oder auch eine Glasflasche. Das Ziel ist, dass diese einfachen Gegenstände im Mittelpunkt stehen und keine Schauspieler.

Diese Vier wollen damit eine Art Gruselgeschichte erzählen und das „möglichst abgedreht“ wie sie sagen. Ihre Murmeln sollen im Film als „Blutfresser“ gezeigt werden. Deshalb drehen sie auch in der Nacht, wobei sie selbstverständlich auf eine ordentliche Belichtung nicht verzichten können.

Die Rettung der Murmel

Eine andere Gruppe mit Lina (17), Michelle (17), Sven (17) und Aidin (17) stellen, ebenfalls mit einer Murmel, das Gegenteil dar, indem sie eine Rettung durch einen Passanten an der Hafenspitze der Glaskugel zeigen. Es soll am helligten Tage spielen und nicht wie bei der anderern Gruppe eher schaurig wirken.

Nachdem der Grundplan steht, muss das Ganze natürlich auch noch umgesetzt werden. Häufig nehmen die Gruppen verschiedene Kameraeinstellung vor. Das heißt, dass sie beispielsweise die Murmel aus einer anderen Perspektive filmen. Meistens wird von den Schülern auch ein Stativ verwendet, damit die Aufnahmen nicht verwackeln.

Auch wenn sich das alles jetzt erst ein Mal schwer anhört, schlagen sich die Schüler sehr gut. Sie sind stets engagiert, versuchen ihre Ideen einzubringen und umzusetzen.

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