Musik : Wie aus Gefühlen Musik wird

Morgen, beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2014, erfährt Madeline Juno, ob sie weiter ist.
Morgen, beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2014, erfährt Madeline Juno, ob sie weiter ist.

Bereits mit zwölf Jahren schrieb Madeline Juno eigene Lieder. Morgen entscheidet sich, ob sie beim Eurovision Song Contest 2014 teilnimmt.

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12. März 2014, 10:30 Uhr

Madeline Juno ist in einem kleinen Ort im Schwarzwald aufgewachsen. Obwohl dort keiner ihren Traum, Musikerin zu werden, ernst nahm, hat die 18-Jährige gerade ihre erste CD „The Unknown“ veröffentlicht. Nun will sie beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest mit ihren traurigen Popnummern punkten.

Träumst du davon, beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen für Deutschland anzutreten?

Madeline Juno: Einerseits wäre das eine große Chance für mich. Andererseits wüsste ich nicht genau, ob ich mich zwischen all den Nationalitäten wirklich behaupten könnte. Schließlich mache ich keinen durchschnittlichen Pop.

Deine Lieder klingen meistens melancholisch. Woran liegt das?

Sie sind zu 90 Prozent aus Herzschmerz entstanden. Die Single „Error“ ist wie ein Aufschrei. Mir wurde klar, dass meine Beziehung wohl in die Brüche gehen würde.

Willst du mit so einem Stück deiner Generation aus der Seele sprechen?

Jeder Jugendliche hat irgendwann mal mit Liebeskummer zu tun. Darum fühlen sich meine Altersgenossen hoffentlich von mir und meinen Songs verstanden.

Stimmt es, dass du sogar während deiner Schulzeit nachts an deiner Musik gearbeitet hast?

Ja. Oft bin ich erst um 3 Uhr morgens ins Bett gegangen, um fünf musste ich dann wieder aufstehen, weil der Weg zum Gymnasium so weit war. Trotzdem bin ich nie im Unterricht eingeschlafen. Ich fand Fächer wie Psychologie oder Pädagogik total spannend.

Hast du zu den beliebten Schülern gehört?

Nee. Ich war sehr zierlich und klein, das machte mich von vornherein verwundbar. In der Grundschule hatte ich nur drei Freundinnen, die mich bloß schikaniert haben. Aus Angst, sie auch noch zu verlieren, habe ich alles gemacht, was sie wollten.

Wie bist du mit diesem Druck umgegangen?

Ich wurde richtig dick. Bis ich in das Alter kam, in dem Mädchen anfangen, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Da hatte ich keine Lust mehr, das Mauerblümchen zu sein. Also habe ich 30 Kilo abgenommen.

Lief es danach besser mit den Jungs?

Geht so. Mein letzter Freund war extrem selbstverliebt. Darum bin ich ein gebranntes Kind, es fällt mir schwer, mich jemandem zu öffnen. Wenigstens hatte die ganze Sache ein Gutes: Mein Ex hat mir die Geschichten für meine erste CD geliefert.

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