Helena (12) bei den Golden Globes : Wach geblieben für die große Show

Helena Zengel (unten rechts) nahm online an der Golden-Globe-Preisverleihung mit vielen Filmstars teil. Der TV-Sender NBC zeigt sie mit ihren Mitbewerberinnen: Glenn Close (oben, von links nach rechts), Olivia Colman, Jodie Foster mit Lebenspartnerin Alexandra Hedison, sowie Amanda Seyfried (unten links) mit Ehemann Thomas Sadoski.
Helena Zengel (unten rechts) nahm online an der Golden-Globe-Preisverleihung mit vielen Filmstars teil. Der TV-Sender NBC zeigt sie mit ihren Mitbewerberinnen: Glenn Close (oben, von links nach rechts), Olivia Colman, Jodie Foster mit Lebenspartnerin Alexandra Hedison, sowie Amanda Seyfried (unten links) mit Ehemann Thomas Sadoski.

Premierenfeiern, Preisverleihungen: Das ist die Welt, in der die zwölfjährige Helena schon fast zu Hause ist.

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01. März 2021, 18:54 Uhr

Beverly Hills/Berlin | Morgens um drei oder vier Uhr können die meisten Menschen noch gemütlich schlafen. Die zwölfjährige Helena Zengel war in der Nacht zu gestern aber sehr wach. Denn im Land USA wurden wichtige Filmpreise vergeben: die Golden Globes. Von einem Hotel in der Stadt Berlin war sie live dabei.

Wach blieb Helena Zengel aber nicht etwa, weil sie ein Fan von Filmstars und Shows ist. Helena Zengel ist selbst Schauspielerin. Und sie war für ihre Rolle in dem Film „Neues aus der Welt“ nominiert. Deshalb war sie auch in der Show zu sehen.

Helena begann schon mit fünf Jahren mit der Schauspielerei und hat schon mehrere Auszeichnungen dafür bekommen.
G. Fischer/dpa
Helena begann schon mit fünf Jahren mit der Schauspielerei und hat schon mehrere Auszeichnungen dafür bekommen.
 

Den Preis als beste Nebendarstellerin bekam sie zwar nicht. Aber auch eine Nominierung gilt schon als großer Erfolg. Helena Zengel hatte sich darüber sehr gefreut.

Der Film sollte eigentlich Anfang des Jahres im Kino starten. Doch weil die geschlossen sind, ist „Neues aus der Welt“ auf Netflix erschienen. Was sie an der Seite von Tom Hanks bei den Dreharbeiten erlebt hat, hat Helena im Interview erzählt:

Wie einfach war für dich die Arbeit auf Englisch?

Also die ersten zwei Tage hat mir Tom sehr viel geholfen und auch meine Mama, die Sachen zu übersetzen. So technische Begriffe oder so hab ich noch nicht verstanden. Und generell war ich noch nicht so gut in Englisch. Aber ich habe es tatsächlich dadurch, dass ich eben immerzu mit Englisch konfrontiert war, gelernt.

Wie war es jetzt für dich, dass der Film wegen der Corona-Krise nicht im Kino zu sehen sein wird, sondern bei Netflix?

Das finde ich doof. Als ich wusste, dass der Film wirklich nicht in die Kinos kommt, war ich schon ziemlich niedergeschlagen. Also ich habe nicht geweint. Aber es ist echt schade, weil es ist mein allererstes Mal in Hollywood und dann gleich so ein großer Film. Und dann kommt der nicht in die Kinos.

Hat dir Tom Hanks ein bisschen über das Schauspieler-Leben erzählt?

Ja, natürlich war es auch Thema, wie er so lebt und wie er das so macht. Als wir Essen waren und generell, wenn man mal mit ihm unterwegs ist, merkst du schon, dass die Leute die ganze Zeit gucken. Du kannst halt nicht irgendwo hingehen, ohne dass du dich beobachtet, angeschaut, fotografiert fühlst oder irgendjemand die ganze Zeit zu dir rennt und fragt: Kann ich ein Foto? Kann ich ein Autogramm?

Wie ist das für dich?

Für mich ist es schön. Ich genieße das eigentlich sehr. Ich freue mich auch immer, wenn Fans kommen und fragen, ob wir ein Foto machen können. Ich hab ja auch Idole. Ich kann es total verstehen, dass man hinläuft. Und von daher schreckt es mich nicht ab. Aber ich glaube, es ist schon manchmal nicht so leicht, wenn du wirklich so ein richtiger großer Schauspieler bist und eben wenig machen kannst, ohne irgendwie beobachtet zu werden.

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