Menschenskinder : Video: Leonie und ihre Schlittenhunde

Hunde füttern, pflegen und trainieren – das gehört zu Leonies Alltag.
Hunde füttern, pflegen und trainieren – das gehört zu Leonies Alltag.

Fünf Weltmeistertitel: Die elfjährige aus Dithmarschen hütet das Geheimnis ihres Erfolgs.

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23. April 2021, 18:35 Uhr

 

Leonie liebt ihre Hunde – und sie liebt die Geschwindigkeit. Mit einer Kombination aus beidem wurde das Mädchen aus Burg in Dithmarschen in diesem Jahr zum fünften Mal Junioren-Weltmeisterin. Dabei hat sie gerade erst ihren elften Geburtstag gefeiert.

Leonie nimmt schon an Schlittenhunde-Weltmeisterschaften in Alaska teil, seit sie fünf Jahre alt war. Und jedes Mal hat sie gewonnen. Aber nicht nur das – auch aus den Qualifikations-Wettbewerben geht sie immer wieder als Siegerin hervor.

Mit Leila und Rage hat Leonie in diesem Jahr die Junioren-Weltmeisterschaft gewonnen. Nächstes Jahr will sie in der Drei-Hunde-Klasse antreten.
Victoria Lippmann
Mit Leila und Rage hat Leonie in diesem Jahr die Junioren-Weltmeisterschaft gewonnen. Nächstes Jahr will sie in der Drei-Hunde-Klasse antreten.
 

Europäische Schlittenhunde

Leonie gilt als Ausnahmetalent. Was ihr Geheimnis ist? „Das richtige Training!“ – mehr verrät sie nicht. Der Schnee am Trainingsort kann es jedenfalls nicht sein, denn davon gibt es in Dithmarschen bekanntlich nicht viel. Dort wohnt Leonie mit ihren Eltern Michael und Doreen Tetzner auf einer Schlittenhunde-Farm, auf der sich alles um die Vierbeiner dreht.

Wer auf der Tetzner-Farm Huskys erwartet, wird sich aber wundern, dass diese Schlittenhunde so ganz anders aussehen. Die Europäischen Schlittenhunde, zu denen auch Leonies Weltmeisterhunde Rage und Leila gehören, erinnern ein wenig an Windhunde, sie sind schlank und feingliedrig. Trotzdem können sie gut mit den eisigen Temperaturen in Alaska umgehen – und auch Leonie liebt die Kälte und den Schnee.

Zu Hause trainieren Leonie und ihr Vater Michael oft mit dem Quad.
Victoria Lippmann
Zu Hause trainieren Leonie und ihr Vater Michael oft mit dem Quad.

Digitaler Unterricht

„Später einmal möchte ich gern in Alaska leben und als Tierärztin arbeiten“, sagt sie. Bei den Rennen trifft die junge Sportlerin immer ihre Freunde, die sie dabei kennengelernt hat. Der Sport verbindet sie. Doch auch ihre Mitschüler zu Hause unterstützen sie und freuen sich mit Leonie über ihre Erfolge, sagt das Mädchen.

Wenn sie für Wettkämpfe unterwegs ist, bekommt sie ihre Unterrichtsmaterialien übers Internet. „Das hat im vergangenen Jahr viel besser geklappt als früher“, sagt die Elfjährige. Das digitale Lernen ist eben im Coronajahr normal geworden. So kann Leonie weiter Erfolge im Sport sammeln und für eine Zukunft als Tierärztin in Alaska lernen.

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