Weltall : Verkehrsregeln für den Weltraum

Um die Erde kreisen nicht nur Satelliten, sondern auch jede Menge Müll.
Um die Erde kreisen nicht nur Satelliten, sondern auch jede Menge Müll.

shz.de von
29. Mai 2015, 01:26 Uhr

Die Ampel leuchtet rot und jeder weiß: Jetzt muss ich stehenbleiben. Bei uns gibt es klare Regeln für den Verkehr. Doch wie ist das im Weltraum? Schließlich flitzen dort auch Raketen, Satelliten und andere Teile herum.

„Für Land, Luft und See gibt es Verkehrsregeln, nur für den Weltraum nicht“, sagt Fachmann Bernhard Schmidt-Tedd. Er und andere Weltraum-Experten wollen das gerne ändern. Sie trafen sich am Donnerstag in der Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen. Dort sprachen sie unter anderem darüber, wie Verkehrsregeln im Weltraum aussehen könnten.

Leute wie Bernhard Schmidt-Tedd finden solche Regeln wichtig. Denn es sind wirklich viele Dinge, die um die Erde herumschwirren – alte Satelliten etwa, ausgebrannte Raketen-Teile, aber auch eine Menge großer und kleiner Satelliten. Und schon ein Mini-Teilchen, das gegen einen Satelliten kracht, kann eine Menge kaputtmachen.

Die Fachleute überlegten also: Wer sollte so einen Schaden bezahlen? Und wie kann man Zusammenstöße im All vermeiden? Es könnte etwa die Regel geben: Ein aktiver Satellit muss einem alten ausweichen. Doch auch das kostet extra Energie – und wer bezahlt das? Die Experten zerbrachen sich in Köln über noch mehr Dinge den Kopf. Zum Beispiel, ob man vom Mond wertvolle Stoffe holen darf – oder wie man es schafft, dass es in Zukunft einfach weniger Müll im All gibt.

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