Mitmachen : Technikpreis für Schlüsselfinder

Theresa Anastasia Belz und Nina Schwarz wissen, wie man mit dem Smartphone Schlüssel finden kann.
Theresa Anastasia Belz und Nina Schwarz wissen, wie man mit dem Smartphone Schlüssel finden kann.

Jugend forscht – zu Weltraummüll, Regentropfen und einem Alltagsproblem.

shz.de von
27. Mai 2018, 22:46 Uhr

Fast 200 junge Forscher machten beim Finale mit. Gestern wurden die Sieger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ in der Stadt Darmstadt ausgezeichnet – und auch zwei Husumer Schülerinnen waren unter den Siegern. Wir stellen dir drei spannende Projekte vor, die bei „Jugend forscht“ Preise gewonnen haben.

MÜLL IM WELTRAUM: Kurz den Müll rauszubringen, ist im Weltraum nicht so leicht. Die Astronauten auf der Raumstation ISS sind etwa 400 Kilometer von uns entfernt. Drei Schüler aus der Stadt Rostock haben sich damit beschäftigt, wie man Plastikmüll im Weltall wiederverwerten könnte. „Wir arbeiten ungefähr schon zwei Jahre an dem Projekt“, erzählt die Schülerin Lara Neubert. Ein Vortrag eines ehemaligen Astronauten hatte sie und ihre beiden Mitschüler auf die Idee gebracht.

DICKE REGENTROPFEN: Manche Regentropfen platschen einem richtig auf den Kopf. Andere spürt man kaum, so klein sind sie. Ein Schüler aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz hat sich überlegt, wie man die Größe von Regentropfen messen kann. Wie immer gibt es dafür auch einen komplizierten Forscher-Begriff: Partikelweise Niederschlagsklassifizierung! Ist klar, oder? In Zukunft könnte so eine Methode dabei helfen, Unwetter besser einzuschätzen.

VERLORENE SCHLÜSSEL: Diese Situation kennt jeder: Man muss schnell los, kann aber partout die Haustürschlüssel nicht finden. Um dieses Problem zu lösen, haben Theresa Anastasia Belz und Nina Schwarz von der Theodor-Storm-Schule in Husum ein nützliches Helferlein entwickelt. Es kann den Schlüssel im Haus aufspüren und seine Position in einer Smartphone-App darstellen. Dafür wird ein GPS-Modul am Schlüsselbund befestigt wird, also ein Technikteil, das den Standort per Satellit übermittelt. Damit man aber auch herausfindet, in welcher Höhe, also in welchem Stockwerk man den Schlüssel verlegt hat, ist ein Barometer eingebaut. Ein Barometer ist ein Luftdruck-Messer, das auch der Höhenmessung dienen kann. Alle so ermittelten Informationen zum Standort werden per Funk an das Smartphone gesendet. Ist der Schlüsselbund gefunden, kann man ihn per Handy dazu bringen, einen Ton auszusenden.

Die beiden 18-jährigen Schülerinnen könnten sich auch vorstellen, dass man diese Technik nutzen kann, um Haustiere wiederzufinden. Mit ihrer Erfindung haben sie einen Sonderpreis für eine Arbeit im Bereich Technik gewonnen.

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