Tiere : Spannende Plagegeister in der Küche

Fruchtfliegen haben rötliche Augen und einen braun-gelben Körper.
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Fruchtfliegen haben rötliche Augen und einen braun-gelben Körper.

Für einige Leute sind Fruchtfliegen interessante Forschungs-Objekte. Wissenschaftler benutzen die Insekten etwa, um mehr über Menschen zu erfahren.

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09. Juli 2014, 04:09 Uhr

Sie sind klein und nur etwa zwei Millimeter groß. Auf einem Lineal kannst du sehen, wie winzig das ist. Sie haben rötliche Augen, einen braun-gelben Körper und einen ziemlich langen und schwierigen Namen: Dro-so-phi-la me-la-no-gas-ter. Die meisten Menschen kennen sie aber unter einem ganz anderen Namen. „Viele Leute nennen sie einfach nur Fruchtfliege“, erklärt der Fachmann Björn Brembs. Er ist Forscher in der Stadt Regensburg in Bayern und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der kleinen Fliege.

Fruchtfliegen können ganz schön nervig sein. Sie schwirren wie wild durch die Küche oder kommen aus dem Mülleimer geflogen. Auch auf dem Komposthaufen kann man sie entdecken. Am liebsten sitzen sie auf Obst und Gemüse. Vor allem dann, wenn dieses schon ein bisschen älter ist und zu verrotten und zu verfaulen beginnt. Dabei entstehen nämlich besondere Stoffe und Gerüche. Von diesen wird die Fliege angelockt. Diese kann sie schon von Weitem mit ihrer feinen Nase riechen.

Doch das Obst ist für die Fliege nicht nur Nahrung. Sie legt darin auch ihre Eier ab. Das können bis zu 400 Stück sein. „Fruchtfliegen haben eine schnelle Entwicklung“, verrät der Forscher. Aus den Eiern schlüpfen schon nach wenigen Tagen die Larven. Und wieder ein paar Tage später sind die Fliegen dann fertig. „Die ganze Entwicklung dauert etwa acht bis zehn Tage“, sagt Björn Brembs.

Für viele sind Fruchtfliegen nur fiese Schädlinge. Aber für Forscher wie Björn Brembs sind sie spannend. Kein anderes Tier – und keine Pflanze – wurde so gut und so gründlich erforscht wie die Drosophila. Mit ihrer Hilfe haben Forscher etwa herausgefunden, wie bestimmte Dinge vererbt werden. Also zum Beispiel, warum Kinder die gleiche Augenfarbe haben wie ihre Eltern. Dafür sind nämlich Gene verantwortlich. In ihnen ist alles gespeichert, was Eltern an ihre Kinder vererben. „Es gibt Gene, die sind bei uns Menschen und der Fruchtfliege gleich“, erklärte der Forscher.

Die Fachleute untersuchen also zuerst die kleine Fliege. Daraus wollen sie dann Rückschlüsse ziehen, wie das bei uns Menschen funktionieren könnte.

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