Politik : Sich trennen und trotzdem vertragen

Noch gehören zur Europäischen Union 28 Länder, aber Großbritannien will austreten. Foto: Olivier Hoslet/EPA POOL/dpa
Noch gehören zur Europäischen Union 28 Länder, aber Großbritannien will austreten. Foto: Olivier Hoslet/EPA POOL/dpa

Die Briten wollen raus aus der Union und das ist kompliziert.

shz.de von
25. November 2018, 15:47 Uhr

Ein komisches Wort: Brexit! Vermutlich hast du es auch schon öfter gehört. Denn dieser Brexit macht reichlich Wirbel, Reporter berichten oft darüber.

Das Wort ist zusammengebastelt aus den englischen Begriffen Britain und Exit. Auf Deutsch: Großbritannien u

Theresa May, die Regierungschefin von Großbritannien hat sich mit den anderen Ländern in der Europischen Union geeinigt.
Theresa May, die Regierungschefin von Großbritannien hat sich mit den anderen Ländern in der Europischen Union geeinigt.
nd Ausgang. Brexit bedeutet also: Das Land Großbritannien will aus der Europäischen Union austreten.

In dieser Union, die auch mit EU abgekürzt wird, haben sich 28 Länder zusammengeschlossen. Die Idee dahinter: Sie wollen in der Politik eng zusammenarbeiten, damit Frieden in Europa herrscht und es den Menschen überall ähnlich gut geht. Allerdings ist das nicht immer einfach. Denn die Regierungen haben unterschiedliche Ideen, wie diese Politik aussehen soll. Weil aber Großbritannien damit unzufrieden war, will es als erstes Land wieder raus aus der EU. Doch wenn man so lange zusammen war, ist es sehr kompliziert, alles wieder zu trennen. Ein Beispiel: Was ist mit den EU-Bürgern, die jetzt in Großbritannien leben und arbeiten: Werden sie nach dem Brexit weniger Rechte haben? Und was ist wiederum mit den Briten, die etwa in Deutschland, Spanien oder Frankreich leben? Damit der Brexit funktioniert, ohne dass für die Menschen großer Schaden entsteht, verhandeln Politiker schon eine ganze Weile. Am Sonntag fiel eine Entscheidung: 27 EU-Länder stimmten einem Vertrag zu, der den Austritt regeln soll.

Ein Politiker sagte: „Wir werden Verbündete, Partner und Freunde bleiben.“ Trotzdem ist noch nicht alles klar. Die britische Regierungschefin Theresa May muss noch viele Politiker aus dem Parlament von Großbritannien überzeugen, dass der Vertrag so in Ordnung ist. Denn nur wenn dort eine Mehrheit zustimmt, kommt es nächstes Jahr zum Brexit ohne großes Durcheinander. Fachleute sagen, das wird schwer für Theresa May.

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