Sport : Sand ist nicht gleich Sand

Beim Beachvolleyball schmeißen sich die Spieler häufig in den Sand.
Beim Beachvolleyball schmeißen sich die Spieler häufig in den Sand.

Die Weltmeisterschaft im Beachvolleyball steht kurz bevor. Viele Helfer haben in Hamburg dazu ein Stadion hergerichtet.

Avatar_shz von
17. Juni 2019, 18:13 Uhr

Hamburg | Eigentlich wird in dem Stadion in der Stadt Hamburg Tennis gespielt. Doch das geht gerade nicht. Denn für die Weltmeisterschaft im Beachvolleyball wurde mit Lastwagen tonnenweise Sand in das Stadion gebracht. Ende Juni geht es mit der WM los.

Beim Beachvolleyball muss das gesamte Spielfeld mit Sand bedeckt sein. Und zwar nicht zu knapp. „Damit sich die Spieler nicht verletzten, muss der Sand auf einem Feld etwa 40 bis 50 Zentimeter tief sein“, erklärt Fabian Tobias. Er kennt sich bestens mit der Sportart aus. Schließlich trainiert er zwei deutsche Spieler, die an der WM teilnehmen werden.

Fabian Tobias
Helena Schwar/dpa
Fabian Tobias
 

Für das Turnier in der Stadt Hamburg gibt es Regeln, wie das Spielfeld aussehen muss. So muss der Sand zum Beispiel aus einer ganz bestimmten Mischung bestehen. Denn Sand kann mal grob und mal fein sein. Das hängt auch von der Größe und Form der Sandkörner ab.

Grober Sand kann für die Spieler zu hart sein. Sie könnten sich verletzen, wenn sie versuchen, einen Ball abzuwehren. Ist der Sand hingegen zu fein, kann man sich darin schlechter bewegen. Außerdem soll der Sand möglichst helle Körner haben und schön locker sein. Während des Wettbewerbs werden sich viele Helfer immer wieder um das Spielfeld kümmern. Sogar in den Pausen eines Spiels. Denn wenn sich die Spieler auf dem Feld bewegen, bilden sich schnell kleine Hügel und Kuhlen.

Besonders am Netz und an den Seitenrändern häuft sich der Sand nach und nach. Das soll die Spieler bei den nächsten Ballwechseln nicht behindern. Also wird die Spielfläche immer wieder mit Harken geglättet.

Wusstest du, dass sich die Spieler beim Beachvolleyball mit besonderen Zeichen verständigen? Bei der Weltmeisterschaft spielen zwei Personen in einem Team. Eine steht meist weiter am Netz, eine weiter hinten. So versuchen die Spieler, ihr Feld gut abzudecken. Der Spieler, der am Netz steht, macht hinter seinem Rücken Handzeichen. Die Gegenspieler können diese nicht sehen - der Mitspieler aber schon. Mit den Handzeichen zeigt ein Spieler etwa an, wie er den Ball des Gegners blocken und welchen Bereich des Spielfelds er so verteidigen will.

dpa_5f9da2001387d6a6
Helena Schwar/dpa
 

Nun hoffen die Spieler und die Zuschauer in Hamburg auf gutes Wetter während der WM. „Bei Wind zu spielen ist ein wenig kniffelig“, sagt Fabian Tobias. Denn dann müssen die Spieler berechnen, wie sich die Flugbahn des Balls verändert. Das muss ein Volleyballer beim Spiel in der Halle natürlich nicht. „Ein Beachvolleyball-Spieler spielt am liebsten in der Sonne und wenn es schön warm ist“, erklärt der Fachmann weiter. „Aber auch ein wenig Regen macht uns nichts aus.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen