Verkehr : Rettet die Börte-Boote!

Die Börteboot-Kapitäne wollen das Ausbooten vor Helgoland als deutsches Kulturerbe schützen lassen.
Die Börteboot-Kapitäne wollen das Ausbooten vor Helgoland als deutsches Kulturerbe schützen lassen.

Der Weg nach Helgoland ist schaukelig und abenteuerlich – aber er ist auch Tradition.

shz.de von
09. November 2016, 01:03 Uhr

Auf die Insel Helgoland zu fahren, ist ein kleines Abenteuer. Die Insel liegt in der Nordsee. Wer dort hin will, fährt meist mit dem Schiff. Aber kurz vor dem Hafen müssen die Leute oft auf dem Wasser umsteigen. Und zwar in kleine Boote. Diese bringen die Besucher dann an Land. Das Ganze wird Ausbooten oder auch Börte genannt. Dabei muss sich jeder an die Luke des Schiffes stellen. Kräftige Seeleute greifen ihm dann unter die Arme und heben ihn mit Schwung ins Börte-Boot. Das ist oft eine schaukelige Sache!

Der Grund für das Ausbooten: Im Sommer fahren viele Ausflugsdampfer nach Helgoland. Sie können nicht alle im Hafen anlegen. Dazu ist er zu klein. Doch manche Leute auf der Insel finden: Das Ausbooten ist nicht mehr zeitgemäß. Es soll eine neue Landungsbrücke gebaut werden. Damit mehr Schiffe anlegen können. Die Börte-Boote bräuchte man dann nicht mehr.

Doch die Schiffer wollen, dass die Börte-Boote erhalten bleiben. Das sei eine einmalige Tradition, meinen sie. „Wo gibt es das schon, dass jeder Gast persönlich begrüßt und in den Arm genommen wird?“

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