Tiere : Plitsch und platsch!

Buckelwale springen häufig.
Buckelwale springen häufig.

Wale lassen das Wasser gewaltig spritzen. Sie sind die größten Säugetiere der Erde

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17. Oktober 2018, 19:34 Uhr

Das Boot schwankt heftig hin und her. Trotzdem stehen etwa 20 Menschen draußen an Bord. Sie halten sich gut an der Absperrung fest und starren angestrengt aufs Meer vor sich.

Plötzlich schießt eine Wasserfontäne in die Luft, fast wie bei einem Springbrunnen. Im nächsten Moment hebt sich ein riesiger Körper aus dem Wasser. Ein Wal! „Aaaahhh“ und „Ohhhh“ raunen die Menschen. „Das ist ja der Wahnsinn“, sagt jemand. Der Wal ist etwa zehn Meter lang.

Das Tier dreht sich in der Luft auf die Seite. Dann landet es wieder im Meer. Das Wasser spritzt in alle Richtungen. „Das war ein Buckelwal“, sagt Andrew. Er ist Biologe und mit auf dem Schiff, um die Fragen der Leute zu beantworten. Denn die Menschen auf dem Boot sind nur aus einem Grund da: Sie wollen die Wale sehen, die hier im Pazifik vor der Küste des Landes USA schwimmen.

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Buckelwale gibt es nicht nur im Pazifik. Sehr viele Tiere leben zum Beispiel auch im Nordatlantik. Jedes Jahr legen viele Buckelwale eine lange Reise zurück. Über 5000 Kilometer! Und das, obwohl sie ziemlich langsam unterwegs sind. Sie schwimmen etwa sieben Kilometer pro Stunde.

Winter in den warmen Tropen

Den Winter verbringen die Wale in warmen tropischen Meeren. Dort vermehren sie sich. Dann machen sie sich auf die Reise zu ihren Nahrungsplätzen. Die eine Gruppe schwimmt Richtung Südpol. Die andere macht sich Richtung Nordpol auf.

Nicht alle Menschen finden Bootstouren zu den Walen gut. Sie sagen etwa, dass die Schiffe die Tiere stören. Andere meinen: Nur wenn die Menschen sehen, was alles im Meer lebt, wollen sie die Meere auch schützen.

Die Schwanzflossen der Buckelwale sind einzigartig - wie der Fingerabdruck beim Menschen.
Foto: Caetano Barreira/EFE/epa/dpa
Die Schwanzflossen der Buckelwale sind einzigartig - wie der Fingerabdruck beim Menschen.

Begriffe rund um den Wal:

FLUKE: An der Schwanzflosse kann man die Tiere auseinanderhalten. Denn die Fluke ist einzigartig. Die verschiedenen Schwanzflossen unterscheiden sich in der Form, Färbung und im Muster. Um voranzukommen, bewegen die Wale die Fluke von unten nach oben.

BARTEN: Buckelwale haben keine Zähne. Dafür haben sie Barten in ihrem Maul. Diese filtern die Nahrung aus dem Wasser heraus. Die Wale fressen Fisch oder Krill. Das sind winzige Lebewesen im Wasser.

FURCHEN: Buckelwale sind Furchenwale. Das erkennt man an den langen Falten, die sich an der Kehle entlang bis zum Bauch ziehen. Beim Fressen können die Wale diese auffalten und so ihr Maul vergrößern.

Die Menschen auf dem Schiff jedenfalls stellen eine Menge Fragen. Viele haben zum ersten Mal einen Wal gesehen. Eine Sache interessiert sie besonders: Warum springen die Buckelwale in die Luft? „Das wissen wir nicht genau“, gibt Andrew zu. Mit dem Luftholen hat es jedenfalls nichts zu tun.

Andrew erzählt, dass viele Fachleute glauben, dass die Wale sich so untereinander verständigen. Denn auch wenn es unter Wasser laut ist: Wenn der schwere Wal aufs Wasser klatscht, hören andere das. So weiß ein Wal, wo sich andere Wale aufhalten.

Und tatsächlich: Während die Menschen weiter aufs Wasser schauen, taucht plötzlich ein zweiter Wal auf. Die beiden Tiere schwimmen eine Weile nebeneinander. Dann schwimmen sie zusammen weg.

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Piet ist übrigens kein Buckelwal, sondern ein Pottwal. Das sind die größten Raubtiere der Welt. Sie fressen am liebsten  Tintenfische.

Aber Piet ist nicht so groß. Er ist eine besonders kleine Art: ein Kina-Pottwal. Deshalb versteht er sich so gut mit Paula ;) 

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