Naturfilm : Palle bleibt ein Wildvogel

„Anna und die wilden Tiere“ heißt der Naturfilm über Gänse, der Palle wohl zum Nachdenken über Haus- und Wildvögel bringt. Am Sonntag läuft er auf www.greeenscreen-festival.de.
„Anna und die wilden Tiere“ heißt der Naturfilm über Gänse, der Palle wohl zum Nachdenken über Haus- und Wildvögel bringt. Am Sonntag läuft er auf www.greeenscreen-festival.de.

Das Maskottchen des Filmfestivals GreenScreen fragt sich, warum es Hausgönse aber keine Haus-Papageitaucher gibt.

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10. September 2020, 18:03 Uhr

Wie züchtet man eigentlich einen Hausvogel aus einem Wildvogel? Nicht, dass es irgendwann Papageitaucher wie mich als Hausvogel gibt? Palle, Maskottchen des Naturfilmfestivals GreenScreen
 
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Keine Angst, Palle, mit Papageitauchern wird das nicht passieren. Man muss wie bei allen Tierzuchten erstmal das Wildtier genau kennen. Und Matrosen haben in Hunderten Jahren Seefahrt gemerkt, dass fischfressende Vögel dem Menschen nicht schmecken und außerdem viel Meerwasser und Platz brauchen. Also habt ihr Glück, Palle.

GreenScreen: Wer ist Palle?

Palle ist  das Maskottchen des Naturfilmfestivals GreenScreen. Seine Fragen beantwortet die Biologin Franziska Clauss. Das Filmfest findet  in Eckernförde vom 7. bis 20. September statt, danach noch bis 18. Oktober in Kiel, Schleswig und Rendsburg. Jeden Tag wird aber auch ein Film kostenlos gestreamt auf  www.greenscreen-festival.de.

Palle, das Maskottchen des Naturfilmfestivals Green Screen und Biologin und Fragen-Beantworterin Franziska Clauss.
Green Screen
Palle, das Maskottchen des Naturfilmfestivals Green Screen und Biologin und Fragen-Beantworterin Franziska Clauss.
 

Ich erkläre mal, wie Gänse gezüchtet werden: Graugänse (grauweißes Gefieder, am Bauch und Hals fast gestreift aussehend, orangefarbener Schnabel und Füße) sind bei uns die zweitgrößten Gänse. Aus ihren wurden die Hausgänse gezüchtet. Man überlegt vorher, was man für einen Idealvogel haben will, also ob zum Beispiel schöne Federn, schöner Gesang (wie bei Kanarienvögeln), große Eier (wie bei Hühnern) oder viel Fleisch (wie bei Gänsen und Enten). Dann sollen sie auch noch friedlich sein und so weiter.

Man nimmt dann Wildvögel und lässt sie sich normal fortpflanzen, aber sortiert die Jungen. Nur mit den später dicksten und liebsten Gänsen wird in diesem Fall weiter gezüchtet. Eine Zucht ist ähnlich wie eine natürliche Vermehrung, aber der Mensch entscheidet, wer sich fortpflanzen darf, und nicht die Natur (die sonst immer das Tier „aussucht“, das am besten angepasst ist an die jeweilige Lebenssituation).

Richtig viel über Graugänse und deren niedliche Babys, bei Gänsen „Gössel“ genannt, kannst du im GreenScreen-Online-Film „Anna und die wilden Tiere – Von Graugans und ihren Gösseln“ am Sonntag, den 13. September lernen.
 

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