Wissenschaft : Nashorn-Nachwuchs aus dem Labor

Eines der beiden letzten verbliebenen weiblichen Nördlichen Breitmaulnashörner (l) und das weibliche südliche Breitmaulnashorn Tauwa stehen in dem Wildtierreservat Ol Pejeta nebeneinander.
Eines der beiden letzten verbliebenen weiblichen Nördlichen Breitmaulnashörner (l) und das weibliche südliche Breitmaulnashorn Tauwa stehen in dem Wildtierreservat Ol Pejeta nebeneinander.

Nach dem Tod des letzten Breitmaulnashorn-Männchens gibt es neue Hoffnung für die Art.

shz.de von
05. Juli 2018, 21:47 Uhr

Als Sudan im März starb, waren viele Menschen traurig. Denn Sudan war das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt. Jetzt gibt es nur noch zwei Weibchen dieser Unterart. Sudans Tod war ein Zeichen dafür, dass manche Tierarten aussterben können, wenn wir sie nicht schützen. Doch für das Nördliche Breitmaulnashorn besteht noch Hoffnung.

Forscher aus Deutschland wollen die Unterart retten, und zwar mit moderner Technik. Das Gute ist: In einem Labor gibt es auch nach dem Tod Sudans noch Erbgut von Nashorn-Männchen seiner Unterart. Das Erbgut ist eine Art Bauplan für den Körper. Dieses Erbgut soll im Labor mit Eizellen der beiden verbliebenen Nashorn-Weibchen (Foto) zusammengebracht werden. Die befruchteten Eizellen würden danach anderen Nashorn-Weibchen wieder eingepflanzt. In ihnen könnte dann ein Nördliches Breitmaulnashorn-Baby heranwachsen. Sollte das Experiment klappen, wäre der Wissenschaft ein wichtiger Schritt gelungen.

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