"Phänomenta" Flensburg : Nachts forscht es sich am besten

Die Phänomenta-Nacht in Flensburg: Kinder forschen und experimentieren. Foto: Staudt
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Die Phänomenta-Nacht in Flensburg: Kinder forschen und experimentieren. Foto: Staudt

Tom zaubert. Ein Stab, ein Tuch - mehr braucht er nicht, um ein Stück Papier in der Luft schweben zu lassen. Das ist Physik. 27 junge Forscher haben nachts in der Flensburger "Phänomenta" getüftelt.

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18. November 2008, 08:50 Uhr

Flensburg | Tom zaubert. Ein Stab, ein Tuch - mehr braucht er nicht, um ein Stück Papier hochzuheben und es in der Luft schweben zu lassen. Kein Klebstoff, kein versteckter Faden. Einfach Magie? Nein, Tom (10) hat die Kraft der Natur genutzt - das ist Physik. "Elektrozauber" hieß das Thema seiner Gruppe in der "Langen Nacht der Forscher", die am Wochenende im Flensburger Science Center Phänomenta stattfand. Gemeinsam mit Finn (9), Niklas (9) und Alex (10) ließ Tom ein Blume aus Papier wachsen und versuchte weiter magische Tricks.
Charlotte (10) beschäftigte sich mit Solarenergie. Mit Kai (10), Tim (12) und Samuel (12) wollte sie ein Karussell durch die Kraft der Sonne zum Laufen bringen. Dazu haben sie die Funktionsweise des Elektromotors erforscht, ihn mit einem Drehstab und Kabeln an die Solarzelle angeschlossen und so das selbst gebaute Karussell in Fahrt gesetzt. "Toll, dass man dabei alles ausprobieren konnte und auch ein bisschen nachdenken musste, um die Lösung zu finden", sagte Charlotte.
Alle etwas schlauer gewordenDrei Tage nach dem Sieg in der Champions League bei Metalurg Skopje hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel die Bundesliga-Pflichtaufgabe gegen die HSG Wetzlar locker gelöst.
Alle waren etwas schlauer geworden

Richtig viel ausprobieren, das fand auch Kevin (10) gut. Er hat nicht nur das Prinzip des Fliegens erforscht. "Dadurch, dass wir hier übernachtet haben, konnten wir in der Phänomenta endlich mal alles ausprobieren", freute sich Kevin. Schlafen in der Wissenschafts-Ausstellung? Ob das wohl gutgeht? "Vor dem Schlafengehen haben wir noch Geschichten angehört und gekuschelt", sagte Rike (8). Und dann war es auch schon nach Mitternacht. "Ich war so müde, ich habe gleich geschlafen", erzählte Johanna (10) am Samtagmorgen.

Dann war es so weit - die 27 jungen Forscher mussten zeigen, was sie herausgefunden hatten. Die Elektrozauberer, die Flieger, die Physiker, die Solar, die Magnet- und die Wasserforscher hatten alle eine kleine Show vorbereitet. Sie waren alle etwas schlauer geworden, das war deutlich zu sehen.
Kinder für die Wissenschaft begeistern
Das Konzept der Forschernacht ist damit aufgegangen. Die Kina-Redaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags und das Flensburger Science Center Phänomenta haben das gemeinsame Projekt ins Leben gerufen, um Kinder für die Wissenschaft zu begeistern - und über ihre Forschung zu berichten. Die Phänomenta-Mitarbeiter Martin Engel, Lisa Gräber, Jennifer Hofeditz und Rene Stachowitz ließen das Science Center zum wissenschaftlichen Erlebnis werden. Kina-Redakteurin Ina Reinhart und Mitarbeiterin Claudia Kreuels hatten natürlich ein weiteres Ziel im Auge: Sie wollten, dass die jungen Forscher ihre Ergebnisse veröffentlichen. Die Präsentation und eine Kritik zu den Kosmos-Experimentierkästen lassen die jungen Forscher einen ersten Schritt auf dem Weg zum Wissenschaftsjournalisten gehen. Und Charlotte ging sogar noch einen Schritt weiter: Sie schrieb - ganz aktuell, wie es sich für die Tageszeitung gehört - einen Artikel über die Veranstaltung, der auf der Kina-Seite andere Kinder über die Forschernacht informierte.

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