Politik und Religion : Moscheen, der Koran und Deutschland

Politiker und Vertreter des Islams trafen sich in Berlin.
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Politiker und Vertreter des Islams trafen sich in Berlin.

Einige Millionen Menschen in Deutschland sind Muslime. Sie glauben an die Religion Islam. In Berlin diskutieren gerade Vertreter der Religion und Politiker. Bei manchen Dingen sind sie sich nicht einig.

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28. November 2018, 19:45 Uhr

Gibt es in deiner Klasse Kinder, die kein Weihnachten feiern? Dafür aber vielleicht das Zuckerfest? Das wird einmal im Jahr von Muslimen auf der ganzen Welt gefeiert. Muslime sind Menschen, die an die Religion Islam glauben.

Von den mehr als 80 Millionen Menschen in Deutschland sind zwischen vier und fünf Millionen Muslime, sagen Experten. Muslime beten zu Allah, so nennen sie Gott. Für die Muslime ist nicht die Bibel, sondern der Koran das heilige Buch. Im Koran stehen Regeln, die Muslime befolgen sollen. Sie sollen etwa den Armen etwas abgeben oder mehrmals am Tag beten.

Wer ein bisschen aufmerksam ist, sieht in Deutschland auch Orte oder zum Beispiel Gebäude, die zum Islam gehören: etwa die Moscheen. Das sind die Gotteshäuser der Muslime. Viele erkennt man an einem oder mehreren hohen Türmen, den Minaretten.

Die Gebete in den Moscheen leiten die Imame. Viele der Imame, die in Deutschland arbeiten, wurden aus der Türkei geschickt. Das liegt auch daran, dass sehr viele Muslime in Deutschland aus der Türkei kommen oder aber ihre Vorfahren. In der Türkei ist der Islam die Hauptreligion, die meisten Menschen in dem Land sind Muslime.

Einige Leute finden es aber nicht gut, dass Imame, die in Deutschland arbeiten, in anderen Ländern ausgebildet wurden. Sie befürchten, dass die Imame dann nur die Meinungen etwa aus der Türkei weiterverbreiten. Lieber würden diese Leute mehr Imame in Deutschland ausbilden.

Um die Imame ging es unter anderem bei der Islam-Konferenz. Sie startete am Mittwoch in Berlin und geht noch bis Donnerstag. Dort treffen sich etwa Politiker und Vertreter der Religion Islam.

Ein Politiker sagte vorab, dass er dafür ist, dass es Moscheen in Deutschland gibt. Die Moschee-Gemeinden sollten sich aber als deutsche Gemeinden und nicht etwa als türkische Gemeinden verstehen.

Nur so könnten sie ein Teil der Gesellschaft in Deutschland sein, meint der Politiker.

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