Coronakrise : Mit Briefen Freude schenken

Die Briefschreiber lassen sich viel einfallen – freundliche Worte, Bilder und manchmal auch etwas Selbstgebasteltes.
Die Briefschreiber lassen sich viel einfallen – freundliche Worte, Bilder und manchmal auch etwas Selbstgebasteltes.

KiNa-Reporterin Lina (15) macht mit bei einem Projekt für Seniorenheime.

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18. Mai 2020, 17:15 Uhr

Kiel | Die Corona-Zeit bringt für viele Menschen sehr viel Einsamkeit. Viele Menschen sind wegen der Kontaktsperre allein, da zurzeit niemand zu Besuch kommen darf.

Ich habe zum Glück meine Familie bei mir, mit denen ich auch zu Hause viele Sachen machen kann, aber die Menschen in Seniorenwohnheimen haben es besonders schwer, da zum eigenen Schutz der Bewohner Wohnheime komplett abgeriegelt werden.

Elfi K. freut sich über einen Bunt bemalten Brief.
Brief.Freuden
Elfi K. freut sich über einen Bunt bemalten Brief.
 

Ich habe mich gefragt, wie es den Menschen dort wohl jetzt gerade geht und wie ich ihnen eine Freude bereiten kann. Dabei bin dabei auf das „Brief.Freuden“-Projekt von dem Uni-Portal opencampus.sh gestoßen.

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Jeder, egal welches Alter, kann an die Adresse, die auf der Internetseite steht, einen Brief schreiben mit etwas Gemalten oder Gebastelten. Nach 24 Stunden, um sicher zu gehen, dass sich keine Corona-Viren mehr auf den Umschlägen befinden, werden die Briefe weitergeleitet.

Die Briefe werden zufällig an Seniorenheimbewohner verteilt, die sich für eine Teilnahme an diesem Projekt entschieden haben. Zurzeit gehen sie an das Seniorenheim Domcil in Kiel, doch es ist geplant, weiteren Senioreneinrichtungen Briefe zu schicken.

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Brief.Freuden
 

Die Idee kommt von sieben jungen Menschen, die den im Seniorenheim lebenden Menschen die Besuche nicht ersetzen, aber eine kleine Abwechslung schaffen wollen.

170 Briefe sind ungefähr bisher schon verschickt worden. Auch bei den Senioren kommt das Projekt sehr gut an. „Im Brief war ein tolles selbstgemaltes Bild über das sich die Bewohnerin wahnsinnig gefreut hat. Viele Bewohner freuen sich über Post“, erzählt die Leiterin des Seniorenwohnheims Domicil „Das Projekt müssen wir vielen von Ihnen jedes Mal erklären, da sie es schlicht vergessen. Wir sagen dann häufig nur noch, dass liebe Menschen in dieser schweren Zeit an sie denken und deshalb mit einem Brief eine Freude machen wollen.“

Ich habe auch beschlossen an dem großartigen Projekt teilzunehmen und einen Brief zu schreiben. Vielleicht erhalte ich sogar bald eine Antwort, denn man bereitet anderen nicht nur durch die schönen Briefe eine Freude, sondern man kann gleichzeitig vielleicht auch eine tolle Brieffreundschaft aufbauen.

Mehr Informationen findet ihr auf: brief-freuden.opencampus.sh
 

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