Weihnachts-Theater : Mio und Jumjum im Land der Ferne

Mio (Daniel Ratthei, Mitte) wird im fremden Land vom Kind zum Helden.
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Mio (Daniel Ratthei, Mitte) wird im fremden Land vom Kind zum Helden.

„1, 2, 3 – Matratzenlager“: So reisen die Darsteller des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters in Astrid Lindgrens Märchenland. Mit dem Stück reisen sie durch viele Städte in Schleswig-Holstein.

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06. November 2013, 00:32 Uhr

Bosse, mein Bosse! Diese Wörter würde Bosse so gerne hören. Am liebsten würde er von seinen Adoptiveltern abhauen und endlich seinen Vater suchen. Seinen richtigen Vater.

Bosse ist traurig. Er hätte gern eine Person, der er alles erzählen könnte. So einen Papa, wie sein bester Freund Benka ihn hat. Doch auch Benka würde gern etwas Neues erleben und so stellen sie sich das „Land der Ferne“ vor, in dem Kinder von morgens bis abends spielen, Pfannkuchen essen und auf Pferden reiten.

Und „3, 2, 1 Matratzenlager...“ – schon sind sie dort. Doch in diesem Land der Ferne heißen sie nicht mehr Bosse und Benka, sondern Mio und Jumjum. Und endlich lernt Mio seinen Vater kennen und er ist genauso, nein sogar noch besser als Mio sich ihn vorgestellt hat. Sein Vater ist der König! Und Mio selbst somit der Prinz des Land der Ferne.

Aber das Land der Ferne birgt auch einige dunkle Geheimnisse: den raunenden Brunnen, der Märchen und Lieder erzählt, das Land „außerhalb“ und das Geheimnis der verschwundenen Kinder.

Eines Abends lauschen Mio und Jumjum wieder einmal dem raunenden Brunnen, als er eine merkwürdige Geschichte erzählt. Ein Königssohn reitet auf einem weißen Pferd und befreit alle verschwundenen Kinder aus Katos Gefangenschaft. Ein Freund wird ihn begleiten.

Der böse Ritter Kato herrscht schon lange über das Land außerhalb. Er fängt die Kinder ein, reißt ihnen das Herz aus dem Leibe und tauscht es gegen eines aus Stein aus. Anschließend verwandelt er sie in Trauervögel, welche dann kreischend um seine Burg kreisen.

Mio und Jumjum machen sich sofort auf den Weg. Natürlich nicht ohne den Schimmel Miramis und Brot, das den Hunger stillt. Auf dem Weg müssen sie
vor Katos Spähern flüchten und durch den tiefen Wald reiten, in dem keine Pflanze mehr wächst. Das alles schaffen sie natürlich nur mit dem Tuch, das unsichtbar macht und mit dem Schwert, das keine Guten und Unschuldigen töten kann. Dann ist es so weit: Der große Kampf steht an! In Katos Burg kündigt Mio ihm den Kampf an und am Ende müssen die Bösen und Schuldigen sterben.

Die Kinder sind wieder frei und das ganze Land ist glücklich und selbst im tiefen Wald blühen wieder grüne Blätter. Mio, mein Mio! Nun ist der ehemals traurige Bosse ein glücklicher, königlicher Mio.

Die spannende und gefühlvolle Geschichte eines Neunjährigen Jungen wird mit viel Humor, tollen Kostümen und vielen Matratzen dargestellt. Es lohnt sich ganz bestimmt, eine Vorstellung zu besuchen und Astrid Lindgrens abenteuerliche Erzählung mitzuerleben! Ich fand es auf jeden Fall sehr spannend und lustig, auch weil zum Beispiel das Pferd und die Schwerter und Bosses Bett aus Matratzen bestanden. Ab 5 Jahren und selbstverständlich auch für ältere Kinder.

> Das Landestheater reist mit „Mio, mein Mio!“ durchs Land: Es tritt auf in St. Peter-Ording, Schleswig, Flensburg, Rendsburg, Heide, Husum, Niebüll und Meldorf. Alle Termine der Tour findet ihr unter www.sh-landestheater.de
 

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