Austausch-Jahr in den USA : Mathes’ Freunde aus aller Welt

Mathes (hintere Reihe, 2. von rechts) versteht sich gut mit den anderen Austauschschülern.
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Mathes (hintere Reihe, 2. von rechts) versteht sich gut mit den anderen Austauschschülern.

Der 17-jährige Glückstädter lebt für ein Jahr in den USA. Jetzt traf er viele andere Austauschschüler.

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12. November 2013, 18:35 Uhr

Bei meiner ersten YFU-Orientation in dem Ort Marshall habe ich Jugendliche aus der ganzen Welt kennen gelernt. YFU ist die Organisation, die meinen Austausch organisiert. Eine Orientation ist ein Informationstreffen mit anderen Autauschschülern.

Als wir dort ankamen, habe ich mir zuerst ein Namensschild geholt. Dann habe ich mich einfach zu ein paar Leuten an den Tisch gesetzt und wir haben über unsere bisherigen Erfahrungen und Erlebnisse geredet. Der erste Junge, Philipp, kam aus Deutschland. Trotzdem haben wir uns auf Englisch unterhalten. Das war für uns beide irgendwie selbstverständlich. Denn wir sind auch hier, um die Sprache zu lernen. Außerdem konnten so auch die anderen Austauschschüler an unserem Tisch am Gespräch teilhaben. Das waren eine Dänin, ein Mädchen aus Norwegen, ein Junge aus Frankreich und einer aus Neuseeland.

Wir sprachen über Sport und da stellte sich heraus, dass ich nicht der einzige war, der eine Woche zuvor beim Baseball-Spiel der Detroit Tigers war. Philipp war mit seiner Gastfamilie auch dort.

Schließlich waren alle angekommen und es konnte losgehen. Es waren Asiaten aus Thailand, China, Japan und Nordkorea da. Aus Europa kamen Jugendliche aus Dänemark, Norwegen, Finnland, Frankreich und Deutschland.

Wir haben über unsere Erfahrungen geredet und gesagt, was uns bisher gut oder nicht so gut gefällt oder was wir nicht verstehen. Alle mögen den besonderen „High School Spirit“: Die Schule steht hier nicht nur für Unterricht, sondern noch vielmehr für Zusammenhalt. Sport ist wichtig und alle sind ein Team. Bei den Spielen sind immer ziemlich viele Schüler da, um ihre Schule anzufeuern. Das einzige, was vielen von uns fehlt, sind öffentliche Verkehrsmittel, die es hier kaum gibt. Man muss also immer jemanden bitten, zu fahren, wenn man irgendwo hinmöchte. Und man will den Gasteltern ja nicht auf die Nerven gehen. Aber die Gastfamilien sind super nett.

Zwischendurch haben wir ein paar „Energizer“ gemacht. Das sind kleine Bewegungsspiele, um bei dem ganzen Rumgesitzte fit zu bleiben. Wir sind echt komisch durch die Gegend gehüpft, aber wenn man selber mitmacht, macht das richtig Spaß. Nach dem Hüpfen durften wir kreativ werden: Die meisten sind zum „Firehouse“ gegangen, wo sich jeder eine Figur zum Bemalen aussuchte. Ich habe natürlich einen Football-Helm genommen. Da ich jetzt nicht so künstlerisch begabt bin, habe ich den Helm einfach in meinen Schulfarben – lila und gold – bemalt. Als wir fertig waren, konnten wir den Helm zum Trocknen abgeben, um ihn in ein paar Tagen wieder abzuholen.

>  Mehr Infos zu Mathes’ Jahr findet ihr hier in seinem Austausch-Blog.


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