Tag der deutschen Einheit : Wanda feiert die Einheit

Von der Berliner Mauer sind nur noch ein paar Teile stehen geblieben. Wie daraus Kunst wurde, erklärt Wanda hier.
Von der Berliner Mauer sind nur noch ein paar Teile stehen geblieben. Wie daraus Kunst wurde, erklärt Wanda hier.

Die Kina-Reporterin lebt in Berlin – eine Stadt, die vor 30 Jahren zweigeteilt war. Für euch ist sie auf Spurensuche gegangen – mit Video.

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02. Oktober 2019, 06:02 Uhr

Berlin | Jetzt ist es soweit! Wir feiern dreißig Jahre Mauerfall, und aus diesem Grund habe ich mich in Berlin auf die Suche gemacht nach Orten, die noch heute an die Mauer erinnern.

 

Ein Ort, den wahrscheinlich jeder von euch kennt, ist das Brandenburger Tor. Hier konnte man sich damals nicht einfach davor stellen oder gar durchlaufen. Damals war das unvorstellbar, da die Mauer genau am Brandenburger Tor verlief. Hier feierten die Menschen 1989 dann aber auch am meisten, als die Mauer fiel.

Orte, die schlau machen – und Spaß

Ein anderer Ort, der auch an die Mauer erinnert, ist der Mauerpark. Wie der Name schon sagt, verlief hier früher einmal die Grenze quer durch den heutigen Park. Ich persönlich liebe diesen Park sehr, weil man sich im Sommer dort mit seinen Freunden treffen kann und es jeden Sonntag einen riesigen Flohmarkt gibt, wo man toll alte Sachen durchstöbern kann.

Früher war die Grenze zwischen West und Ost ein trauriger Ort. Davon bekommt man an der Gedenkstätte Bernauer Straße noch heute einen Eindruck.
Anna Korehnke
Früher war die Grenze zwischen West und Ost ein trauriger Ort. Davon bekommt man an der Gedenkstätte Bernauer Straße noch heute einen Eindruck.
 

Gleich neben dem Mauerpark beginnt die Gedenkstätte für die Berliner Mauer. Ein Teil der Bernauer Straße ist wie ein unglaublich großes Museum, nur halt eben draußen, denn auf der ganzen Straße stehen verteilt Informationstafeln und hier ist auch immer noch ein echtes Stück der Berliner Mauer erhalten, was man sich angucken kann. Von einer Aussichtsplattform kann man sehen, wie der Mauerstreifen aufgebaut war und man sieht hier auch noch einen original Wachturm aus der Zeit der Mauer.

Aus der Mauer wird ein Kunstwerk

Mein absoluter Favorit ist jedoch die East Side Gallery. Hier kann man sehen, wie aus etwas wirklich Schrecklichem, etwas unglaublich Schönes geworden ist – nämlich Kunst. Denn an der Spree hat man damals ein sehr langes Stück Mauer stehen lassen und dieses wurde dann von vielen Künstlern aus aller Welt bemalt. Die East Side Gallery ist die größte Open-Air-Galerie der Welt. Jedes Jahr kommen über drei Millionen Besucher hierher, um die mehr als hundert verschiedenen Bilder entlang der Mauer zu bestaunen. Was einmal ein grauer Zementblock war, ist heute eine farbenfrohe Ausstellung.

Die East Side Gallery ist die größte Open-Air-Galerie der Welt. 118 Künstler haben hier auf Teilen der alten Mauer Kunstwerke gestaltet. Wanda hält Paula vor „Frieden für Alles“ von Ursula Wünsch. Fotos: Anna Korehnke
Die East Side Gallery ist die größte Open-Air-Galerie der Welt. 118 Künstler haben hier auf Teilen der alten Mauer Kunstwerke gestaltet. Wanda hält Paula vor „Frieden für Alles“ von Ursula Wünsch. Fotos: Anna Korehnke
 

Was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre?

Für mich persönlich sind dreißig Jahre Mauerfall ein echter Grund zum feiern, weil ich definitiv in der DDR groß geworden wäre, denn meine beiden Eltern kommen aus Ostberlin. Würde die Mauer noch stehen, hätte ich viele von meinen Freunden nicht kennengelernt, wäre nie nach Frankreich oder Italien gefahren und ich wäre heute keine Kina-Reporterin.

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