Schüler-Austausch : Tiere und Traditionen

Quinton (links) und sein Gastbruder Sashin (17) tragen bei den Traditionales mit Stolz die Ausgeh-Uniformen ihrer Schule.
Quinton (links) und sein Gastbruder Sashin (17) tragen bei den Traditionales mit Stolz die Ausgeh-Uniformen ihrer Schule.

In Neuseeland lernt Kina-Reporter Quinton (15) auch am Ende seiner Austauschzeit noch immer viel über das Land

Kina-Reporter Quinton hilft gern. von
03. September 2019, 18:22 Uhr

Wellington | Das Nationalmuseum Neuseelands wird auf Maori „Te Papa“ genannt, was übersetzt „Unser Ort“ heißt. Dort habe ich viel über das Land erfahren, zum Beispiel über die neuseeländische Tierwelt. Es gibt hier keine einheimischen Säugetiere, aber viele flugunfähige Vögel wie den Kiwi oder den Kakapo. Aber auch die Kultur der Ureinwohner Neuseelands, der Maori, sowie über ihre Besiedlung der Inseln habe ich in dem Museum näher kennengelernt.

Der Kakapo ist die einzige Papageienart, die nicht fliegen kann. In Neuseeland gibt es keine einheimischen Säugetiere – doch eingeschleppte Arten wie Ratten, Katzen oder Hermeline bedrohen die flugunfähigen Vögel des Landes.
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Der Kakapo ist die einzige Papageienart, die nicht fliegen kann. In Neuseeland gibt es keine einheimischen Säugetiere – doch eingeschleppte Arten wie Ratten, Katzen oder Hermeline bedrohen die flugunfähigen Vögel des Landes.
 

Im 13. und 14. Jahrhundert nach Christus bereisten die Polynesier von Asien aus über Indonesien den Pazifischen Ozean. Sie entdeckten viele Inseln wie Hawaii, Fidschi, Tonga und eben auch Neuseeland. Die Polynesier, die Neuseeland entdeckt haben, werden Maori genannt. Sie hatten und haben bis heute ihre eigene Glaubensrichtung und ihre eigene Sprache. An einigen Wörtern kann man erkennen, dass ihre Vorfahren aus Indonesien stammen. So bedeutet zum Beispiel „zwei“ auf Maori „rua“ und auf Indonesisch „dua“ oder Fisch auf Indonesisch „ikan“ und auf Maori „ika“.

Weltweit bekannt sind die Maori aber vor allem für ihre „Haka“. Diese Tänze wurden teilweise stundenlang vor Kämpfen zweier Maori Stämme ausgeübt, um dem Gegner die Ausdauer der Kämpfer zu zeigen. Die Neuseeländische Rugby Nationalmannschaft, die „All Blacks“, präsentieren bis heute vor ihren Spielen ihren Gegnern einen Haka, um diese einzuschüchtern. Für einige Neuseeländer ist sogar der Haka fast wichtiger als das eigentliche Spiel.

Auch meine Schule, das Wellington College, auf das ich hier in Neuseeland gehe, hat ihren eigenen Haka. Dieser wird unter anderem von der ersten Rugbymannschaft bei den sogenannten Traditionales getanzt. Bei diesen Wettkämpfen treten in mehreren Sportarten wie Fußball, Hockey, Basketball oder Rugby Mannschaften gegeneinander an. Die Traditionales sind jedes Mal etwas Besonderes. Manchmal dürfen wir auch während der Unterrichtszeit zuschauen. Dann ist richtig gute Stimmung, wenn 2000 Schüler die Sportler anfeuern.

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Ich durfte auch schon bei einem Tradititionales-Wettkampf für die erste Hockeymannschaft in New Plymouth teilnehmen. Ich habe mich ganz schön cool gefühlt, als ich in der Ausgeh-Schuluniform rumgelaufen bin, um das Wellington College zu repräsentieren.

Im nächsten Artikel werde ich euch von dem Saison-Abschluss-Turnier, auf das meine Hockeymannschaft fährt, berichten und was ich in den letzten Tagen vor meiner Rückreise nach Deutschland noch so machen werde, denn bald geht meine Zeit hier zu Ende.

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