Von Plastik, Mülltrennung und der Umwelt : Recycling ist gut, aber: Plastikmüll muss vermieden werden

Wo man hinguckt – überall Plastik.

Wo man hinguckt – überall Plastik.

Um die Umwelt zu schonen, ist Recycling nicht genug. Wir müssen versuchen gar nicht erst so viel Müll zu produzieren.

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04. Oktober 2018, 19:06 Uhr

Auf dem Recyclinghof in Rendsburg riecht es ganz schön streng. Überall stehen bunte Container und das Brummen der vorbeifahrenden LKW ist durchgehend zu hören.

Piet und Paula sind erstaunt über die Massen an Müll.
Elisa

Piet und Paula sind erstaunt über die Massen an Müll.

Eine Glasflasche wird bis zu 50 Mal wiederbefüllt

„Der ganze Müll ist ein großes Problem“, erzählt Katharina Mühlich, Mitarbeiterin des Abfall Wertstoff Ressource (AWR). Denn nicht alles lässt sich so leicht wiederverwerten wie der Biomüll. Plastik zum Beispiel kann – anders als Glas – nicht erneut verwendet werden. Die Plastikflasche wird einmal befüllt und danach eingeschmolzen. Die Glasflasche wird bis zu 50 Mal wiederbefüllt, bevor sie recyclet wird und so ein neuer Stoff entsteht.

Im Gegensatz zu Glasflaschen können Plastikflaschen nur einmal befüllt werden.
Elisa

Im Gegensatz zu Glasflaschen können Plastikflaschen nur einmal befüllt werden.

 

Recyclen produziert Kohlenstoffdioxid und schadet der Umwelt

Bei der Weiterverarbeitung von Materialien entsteht Kohlenstoffdioxid, welches schlecht für unsere Umwelt ist. Außerdem setzt es sich an den Filtern der Maschinen ab und muss dann ebenfalls entsorgt werden.

„Recyclen reicht nicht aus, wir müssen Müll vermeiden.“
 

Noch schlimmer ist es, wenn Plastik oder andere Stoffe nicht richtig getrennt werden. Denn dann kann der Stoff nicht weiterverarbeitet werden. Man muss ihn umständlich entsorgen. Daher meint Katherina Mühlich: „Recyclen reicht nicht aus, wir müssen Müll vermeiden.“  Wenn man gar keinen Kunststoff mehr verwenden wollen würde, müsste man allerdings vieles ändern und auch auf einiges verzichten. Denn es ist schwierig, etwas „Gutes“ zu finden, das Kunststoff ersetzt.

Mit Hilfe von Biomüll kann Strom erzeugt werden

Biomüll kompostiert sich in einem natürlichen Kreislauf selbst und wird zu Erde.
Elisa

Biomüll kompostiert sich in einem natürlichen Kreislauf selbst und wird zu Erde.

 

Der Gestank auf dem Hof kommt allerdings nicht vom Müll, wie Frau Mühlich erklärt. Das liegt an den Bakterien im Bioabfall, welcher dort verarbeitet wird. Anders als bei Plastik oder Elektroschrott verwertet sich der Kompost in einem natürlichen Kreislauf wieder. Die Gase, welche die Baktieren im Kompost ausstoßen, werden verbrannt, wodurch Wasser erhitzt wird. Das treibt Turbinen an, welche Strom erzeugen. „Mittlerweile können 2000 Haushalte mit Strom versorgt werden“, erzählt Katharina Mühlich.

 

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