Schülerzeitungen : Papier oder Internet?

schuelerzeitung

Die Chefredakteurinnen Hannah (15) und Janne (14) recherchieren, wie die Schülerzeitungen der Zukunft aussehen könnten.

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08. März 2021, 19:40 Uhr

Osterrönfeld | Viele Redaktionen entscheiden sich momentan für eine eigene Website, auf welcher sie ihre Artikel und Bilder hochladen können. Eine davon ist die Schülerzeitung „unzensiert“ der GMS Kellinghusen.

Die Schülerzeitung unzensiert setzt voll auf online.
Die Schülerzeitung unzensiert setzt voll auf online.
 

Mehrmals täglich klicken Schüler auf die Seite der Schülerzeitung. Das Ziel, mehr Leser zu erreichen, wurde schon mit dem ersten Artikel erreicht.

Austausch mit Lesern über Instagram

Ein Vorteil ist, dass Artikel zu aktuellen Themen geschrieben werden können. Wenn man seine Zeitung druckt, sind die Artikel häufig nicht mehr auf dem neuesten Stand, wenn sie erscheinen.

Außerdem bindet die Redaktion von „unzensiert“ ihre Leser mit ein. Über die Kommentarspalte kriegen die Redakteure neue Anregungen. Ebenso hat die Zeitung einen eigenen Instagram-Kanal, über den sie Werbung machen und mit den Lesern interagieren. Das wird immer wichtiger, da die Artikel und Themen den Lesern gefallen müssen. Online Medien werden immer größer. Gründungsmitglied von „unzensiert“

Elina, kann deshalb nur empfehlen, dass jeder, der die Möglichkeit hat online zu gehen, diese nutzen sollte. Bei der Gestaltung der Website hatten sie professionelle Hilfe, inzwischen wird eigenständig mit Wordpress gearbeitet.

Die Ente soll wieder in Print erscheinen.
Die Ente soll wieder in Print erscheinen.
 

Auch die Onlineschülerzeitung „Ente“ arbeitet mit diesem Programm, für das sie eine eigene Technikabteilung haben. Die Redaktion der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe hat ihre Zeitung bis vor Kurzem noch drucken lassen. Um im Lockdown besser arbeiten zu können, haben sie sich entschieden, ihre Zeitung online zu stellen. Allerdings erzählt der Chefredakteur Simon, dass sie nach der Coronakrise ihre Zeitung wieder drucken lassen wollen. Sie freuen sich, wenn sie ihre Zeitungen wieder auf Schulveranstaltungen verkaufen und die Exemplare in der Hand halten können.

Papier oder online – Was ist besser für die Umwelt?

Auch unsere Schülerzeitungsredaktion, die „Weisse Brücke“ der Herderschule in Rendsburg, überlegt schon lange, die Artikel online erscheinen zu lassen. Wir haben am Anfang lange über den Punkt Umwelt diskutiert. Wenn man Zeitungen druckt, verbraucht man viel Papier. Die Server einer Onlinezeitung benötigen aber auch viel Energie.

Was für uns dann ausschlaggebend war, waren die Datenschutzrichtlinien und die Gestaltung. Wir hätten da sehr viel Arbeit hineinstecken müssen und auch danach wäre die Instandhaltung der Website aufwendig. Da sich in unserer Redaktion keiner mit dem Thema auskannte, war es schwierig das umzusetzen. Deswegen entschieden wir uns damals gegen eine Website.

Um dennoch aktueller zu werden, wollten wir drei Ausgaben pro Schuljahr herausgeben. Durch Corona mussten wir diesen Plan aber vorerst auf Eis legen. Nun haben wir zwar zwei Ausgaben herausgebracht. Hätten wir uns schon vorher für eine Onlinevariante entschieden, hätten wir es während des Lockdowns aber sicherlich einfacher gehabt, aktueller zu werden.

Jetzt arbeiten wir an einem Konzept für eine Onlineschülerzeitung. Denn mit dieser wären wir näher am aktuellen Geschehen.

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