Interview mit Franziska Gehm : Kinderbuch „Hübendrüben“: Als die Mauer noch stand

Kaja und Neele interviewen Franziska Gehm über das Internet.

Kaja und Neele interviewen Franziska Gehm über das Internet.

Kina-Reporter Neele und Kaja haben mit der Kinderbuchautorin über ihre Kindheit in der DDR gesprochen.

shz.de von
09. Oktober 2018, 12:13 Uhr

In dem Buch „Hübendrüben“ von Franziska Gehm, das in den 80er-Jahren spielt, geht es um den Jungen Max und seine Cousine Maja. Damals war Deutschland noch in zwei Teile geteilt, die DDR und die BRD. Max und Maja können sich allerdings nicht besuchen, weil Maja in der DDR und Max in der BRD lebt. Dazwischen gab es eine Grenze, die die DDR und die BRD trennte. Max‘ und Majas Kindheit hatte einiges gemeinsam, aber es gab auch Unterschiede. Zum Beispiel hatte Max länger Sommerferien als Maja.

Franziska Gehm
 

Im Interview erzählt die Autorin Franziska Gehm, sie habe das Buch geschrieben, weil ihr, wenn sie ihren Kindern von ihrer eigenen Kindheit erzählte, auffiel, dass ein Buch zur Beschreibung der 80er-Jahre noch fehlte. „Mir ist auch ziemlich schnell klar geworden, dass man da ein Buch machen muss, das diese Zeit in Ost-  und in Westdeutschland zeigt.“

Franziska Gehm

Der Titel des Buches „Hübendrüben" stammt vom Illustrator des Buches Horst Klein, sagt Franziska Gehm. Der Titel steht für Ost und West, also „hüben“, das bedeutet „hier“, und „drüben“, also „dort“. Die Autorin selbst ist in der DDR aufgewachsen, der Osten war für sie also „hüben“. Und sie wünscht sich auch im Nachhinein nicht, „drüben“ in der BRD gelebt zu haben. Mit dem Mauerfall hat sie allerdings selbst nicht gerechnet. Danach herrschte „völliges Chaos“, so die Autorin. „Auf einmal war die Welt riesengroß und die Mauer auf.“

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