Fliegen : Ist das gefährlich?

Piet und Paula sind mit den Kina-Reportern bei der GFD.
Piet und Paula sind mit den Kina-Reportern bei der GFD.

Die GFD ist so etwas wie die Zielscheibe der Bundeswehr. Die Kina-Reporter blicken hinter die Kulissen des Unternehmens.

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16. Oktober 2019, 17:59 Uhr

Hohn | In der großen Halle der GFD auf dem Flugplatz Hohn bei Rendsburg stehen zwei blau-weiße Flugzeuge. Im Cockpit sind viele Knöpfe und Schalter, weiter hinten sind sehr gemütliche Sitze.

Johanna und Janne machen es sich im Learjet gemütlich.
Connor
Johanna und Janne machen es sich im Learjet gemütlich.

Von außen sehen sie aus wie die Flugzeuge, mit denen man in den Urlaub fliegt, eben nur kleiner. Aber mit diesen Flugzeugen fliegt niemand in den Urlaub. Nein, sie sind vor allem dafür da, dass die Bundeswehr schießen üben kann. GFD war ursprünglich die Abkürzung für Gesellschaft für Flugzieldarstellung.

Thore von Scheffer und Björn Glaß erklären die Arbeit der GFD.
Connor
Thore von Scheffer und Björn Glaß beantworten den Kina-Reportern alle Fragen.

Ist das nicht gefährlich, als Ziel für die Bundeswehr zu dienen? „Nein, das ist nicht gefährlich“, sagt Flugbetriebsleiter Björn Glaß und erklärt: An die Flugzeuge werden Objekte angehängt, die mit sechs Kilometer langen Stahlseilen an einer sehr großen Spule hängen. Auf diese Objekte lernen die Mitarbeiter der Bundeswehr von Schiffen oder Flugzeugen aus zu schießen. Das Geniale dabei ist, dass die Ziele auch selber messen, wie weit sie verfehlt wurden.

Am Learjet-Flugzeug hängt ein Zielobjekt an einem Stahlseil, das bis zu sechs Kilometer lang abgespult werden kann.
GFD
Am Learjet-Flugzeug hängt ein Zielobjekt an einem Stahlseil, das bis zu sechs Kilometer lang abgespult werden kann.
 

Doch die Zieldarstellung ist nicht die einzige Aufgabe der GFD, erklärt Geschäftsführer Thore von Scheffer. Denn sie helfen der Bundeswehr nicht nur, das Schießen zu üben, sondern auch bei der Ausbildung von Piloten.

Die GFD bringt der Bundeswehr und Soldaten befreundeter Länder zum Beispiel auch bei, mit Flugzeugen Kontakt aufzunehmen, die nicht per Funk erreichbar sind. Denn wenn die deutsche Flugsicherung Maschinen, die über uns fliegen, nicht erreichen kann, wird sie ein wenig nervös. Es könnte ja sein, dass das Flugzeug eine Gefahr darstellt, vielleicht weil es entführt wurde. Dann werden Bundeswehrmaschinen losgeschickt, um nachzusehen, ob alles gut ist. Die Passagiere der Airline würden Panik bekommen, wenn auf einmal ein Kampfflugzeug neben ihnen auftauchen würde. Daher geben die Kampfflugzeuge den Piloten von dem Flugzeug möglichst unauffällig Signale. Das lernen sie bei der GFD.

In der Halle werden die Flugzeuge der GFD repariert und ausgerüstet.
Connor
In der Halle werden die Flugzeuge der GFD repariert und ausgerüstet.

Manchmal sind die Flugzeuge aber auch nicht im Auftrag des Militärs unterwegs: Manchmal fangen sie zum Beispiel für Klimaforscher Moleküle ein oder messen Temperaturen.


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