Weihnachtsmärchen : Hotzenplotz – schräg, aber mit Herz

Georg Bonn spielt den Räuber Hotzenplotz. Damit hat sich für ihn ein Kindheitstraum erfüllt.
Georg Bonn spielt den Räuber Hotzenplotz. Damit hat sich für ihn ein Kindheitstraum erfüllt.

Hinter die Kulissen des schleswig-holsteinischen Landestheaters schauen die Kina-Reporterinnen Janne und Hannah.

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09. November 2019, 08:35 Uhr

Rendsburg | Wie ist es, im Rampenlicht zu stehen? Das wissen Schauspieler Georg Bonn und Regisseurin Lisa van Buren sehr genau. Ihr neuestes Stück ist „Der Räuber Hotzenplotz“.

Georg Bonn hörte früher auf seiner Hörspielplatte Räuber Hotzenplotz, und stellte sich vor, später auch so etwas wie die Leute auf der Platte zu machen. Jetzt geht sein Traum in Erfüllung und man kann ihn und seine Schauspielkollegen unter der Leitung von Lisa van Buren im Theater sehen.

Als Regisseurin überlegt sich Lisa van Buren mit dem Ausstatter und dem musikalischen Leiter, wie sie die Geschichte inszenieren wollen, was wichtig ist und wie die Figuren gespielt werden sollen. Im Vorsprechen werden die Schauspieler gecastet, die sich beworben haben. Sie bekommen eine Einladung und dürfen auf der Bühne ein bis drei Rollen vor der Kommission spielen. Wenn das überzeugt, wird man engagiert. Zusammen überlegen sich die Schauspieler und Lisa van Buren, wie sie das Stück inszenieren. Letztlich entscheidet aber Lisa, was genau zu tun ist.

Hinter jeder Szene des Weihnachtmärchens steckt viel Arbeit.
SH-Landestheater
Hinter jeder Szene des Weihnachtmärchens steckt viel Arbeit.
 

Nun nehmen sie sich jeden Tag eine Szene vor, die sie durchsprechen,s und sie probieren, was am besten passt und aussieht. So wird Stück für Stück eine Vorstellung aus den anfänglichen Ideen.

„Als Schauspieler ist es wichtig, einen langen Atem zu haben“, sagt Georg. Außerdem muss man selbstbewusst auftreten und immer wieder aufstehen, wie ein kleines Stehaufmännchen.

Auch deswegen steht Lisa lieber hinter der Bühne. Sie bewundert die Schauspieler, da sie auch selber Erfahrungen mit der Bühne als Aushilfe gemacht hat. Sie vergaß ihren Text und wusste nicht, wo sie hin sollte. Das Publikum ist immer wieder anders, und es können immer unvorhergesehene Sachen passieren, weshalb es Georg auch nie langweilig wird. Lisa hingegen bekommt das meistens schon gar nicht mehr mit, denn die Premiere ist ihr letzter Arbeitstag.

Seit der Premiere in Rendsburg am Donnerstag reist das Ensemble des Landestheaters mit „Hotzenplotz“ durchs Land. Das Stück wird nun bis Ende Dezember noch in Rendsburg, Flensburg, Schleswig, Heide, Husum, Meldorf, Niebüll und Itzehoe aufgeführt (Informationen unter: www.sh-landestheater.de).

Georg, der diesjährige Räuber Hotzenplotz, findet das Weihnachtsmärchen „anarchistisch, grell, aber doch mit Herz“. Wir würden sagen: empfehlenswert für alle Familien, da der Räuber mit angeklebten Füßen in Größe 62 und einem Lachen so laut wie Donner einfach schräg und unvergleichlich ist.

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