Menschenskinder : Enya feiert ihre Schule

Kuno (von links) und Cambos gehen in Namibia zur Waldorfschule. Enya interviewt die beiden fürs Video, das ihr auf www.shz.de/kina sehen könnt.
Kuno (von links) und Cambos gehen in Namibia zur Waldorfschule. Enya interviewt die beiden fürs Video, das ihr auf www.shz.de/kina sehen könnt.

Bei einem großen Fest in Berlin ist die 18-Jährige dabei – als Kina-Reporterin und Waldorfschülerin.

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20. September 2019, 07:26 Uhr

Berlin | Schon seit 100 Jahren gibt es Waldorfschulen. Das war der Anlass für das große „Waldorf 100 Festival“, das gestern in Berlin stattfand. Unsere Kina-Reporterin Enya (18) war mit dabei, aber nicht nur vor der Kamera und in unserem Video, sondern auch mit auf der Bühne.

Was für eine Aufregung bei den letzten Proben im Berliner Tempodrom: Hier die Trommelgruppe aus Japan, dort das Orchester aus Melbourne, dann ein Chor aus Namibia und mittendrin Enya mit ihrer Eurythmie-Gruppe von der Flensburger Waldorfschule. Ein ganzes Jahr haben sie mit zwei anderen Schulen aus Hamburg und Hitzacker an ihrer Choreografie zu einem Stück von Beethoven geprobt und alle gaben ihr Bestes. Gestern war es soweit.

 

2800 Gäste kamen ins restlos ausverkaufte Tempodrom nach Berlin. Darunter waren viele Besucher aus der ganzen Welt. Die Waldorfschulen gibt es mittlerweile in 66 Ländern und alle feierten mit. Wer nicht in Berlin dabei sein konnte, nahm übers Internet teil. Der Live-Stream aus dem Tempodrom erreichte auch die entlegenste Schule und so wurde Enyas Aufführung auch in Neuseeland noch gesehen. Mit ihrem gelben Gewand schwebte sie über die Bühne zusammen mit 90 anderen Schülern.

Enya tritt beim Jubiläum mit vielen anderen Waldorf-Schülern auf.  Fotos: Anna Korehnke
Anna Korehnke
Enya tritt beim Jubiläum mit vielen anderen Waldorf-Schülern auf. Fotos: Anna Korehnke
 

Direkt nach der Aufführung sagt sie: „Unbeschreiblich! Es war so toll, bei so einem Jahrhundert-Event mit dabei zu sein.“ Beim Festival wurde gesungen, Theater gespielt, getanzt, diskutiert, Akrobatik gezeigt, musiziert und vorgetragen.

Enya lernte Schüler aus Afrika und China kennen und die Begegnung ist das, was alle hier suchen. „Es ist ein tolles Gefühl von Gemeinschaft und Verständnis unter allen hier“, sagt Enya. „Genial ist auch, dass das Event in die ganze Welt übertragen wird und ich hoffe, dass es auch Menschen sehen, die Waldorf noch nicht so gut kennen“ sagte Enya. Zu Hause in Flensburg wurde sie schon oft gefragt, ob sie ihren Namen tanzen könne – denn so etwas lernen Waldorfschüler in der Eurythmie. Aber das ist eben nur ein kleiner Teil dessen, was sie an der Schule machen, deshalb nervt sie diese Frage. Denn Enya war immer sehr gern auf der Waldorfschule – für sie ist es genau das Richtige.

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