Hegelehrrevier Grönwohld : Der Jäger – ein Teil des Ökosystems

Christopher ist Revieroberjäger im Hegelehrrevier Grönwohld.
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Christopher ist Revieroberjäger im Hegelehrrevier Grönwohld.

Löwen, Wölfe und Haie: Überall im Tierreich gibt es Jäger. Bei uns übernehmen Menschen die Aufgaben des Jägers.

shz.de von
03. Oktober 2018, 18:02 Uhr

Viele Leute denken bei dem Beruf Jäger sofort an Tiertöter, die unschuldige Lebewesen abschießen. Doch warum ist das Erlegen eigentlich so wichtig?

Im Ökosystem des Waldes gibt es eine große Artenvielfalt, zu der auch tierische Jäger, wie zum Beispiel der Wolf, gehören. Jede Art hat ihre Aufgabe, die zum Erhalt des Systems beiträgt. Durch den Jäger wird der Bestand reguliert. Da es in Schleswig-Holstein nur noch wenige natürliche Jäger gibt, wird diese Aufgabe von Menschen übernommen.

„Zum Leben gehört das Sterben“
 

In dem 513 Hektar großen Hegelehrrevier Grönwohld in der Nähe von Eckernförde leben 40 bis 50 Stück Damwild, ungefähr 80 Rehe und viele andere Tierarten wie Enten, Insekten und Nagetiere. Christopher von Dollen ist dort Revieroberjäger. „Zum Leben gehört das Sterben", erklärt er.

Das Hegelehrrevier Grönwohld ist über 500 Hektar groß und liegt direkt an der Ostsee. Manchmal stranden dort Schweinswale und Robben, um die Christopher sich kümmern muss.
Anne

Das Hegelehrrevier Grönwohld ist über 500 Hektar groß und liegt direkt an der Ostsee. Manchmal stranden dort Schweinswale und Robben, um die Christopher sich kümmern muss.

 

Um bewusst mit Fleisch umzugehen, isst Christopher das selbst erlegte Tier. Die Überreste, die nicht verwertet werden, werden wieder in den Wald zurückgebracht. Sie dienen als Nahrung für Aasfresser, wie es auch in der freien Wildnis üblich ist. Aufgrund der Küstennähe sind die Jäger in Schleswig-Holstein auch für Robbenrettungen und gestrandete Schweinswale zuständig.

Unversehrt hat Moppel Paula wieder zurückgebracht. Jetzt ist sie wieder in der Redaktion bei Piet.
Anne

Unversehrt hat Moppel Paula wieder zurückgebracht. Jetzt ist sie wieder in der Redaktion bei Piet.

Um sich die Arbeit zu erleichtern, besitzen viele Jäger extra für die Jagd ausgebildete Hunde. Eine solche Ausbildung dauert circa zwei Jahre. Die Hunde bringen auf Befehl tote oder verletzte Tiere zu ihrem Herrchen. Christopher hat seine zwei Hunde selbst ausgebildet. Doch unter  wilden Tieren zu arbeiten, ist nicht immer ganz ungefährlich. „Einmal wurde ich von einem verletzten Wildschwein angegriffen, das mich und meinen Hund am Bein verletzte", berichtet der Jäger.

Huch, da ist Paula doch glatt in den Enten-Teich geflogen. Jagdhund Moppel war zur Stelle, um sie zu retten.
Anne

Huch, da ist Paula doch glatt in den Enten-Teich geflogen. Jagdhund Moppel war zur Stelle, um sie zu retten.

„Wer sich entschließt, Jäger zu werden, sollte gerne draußen sein und Verantwortung übernehmen können. Außerdem ist es sehr wichtig, körperlich fit zu sein und selbstständig arbeiten zu können.“ Als Jäger muss man sich nach dem Rhythmus der Natur richten, denn der Wald ruht nie.

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