Naturschutzgebiet : Ausflug zur Geltinger Birk

Annika klettert in den Baum und hält Ausschau nach den Tieren im Naturschutzgebiet.
Annika klettert in den Baum und hält Ausschau nach den Tieren im Naturschutzgebiet.

Galloway-Rinder, Wildpferde, Seeadler und wunderschöne Natur: Kina-Reporterin Annika auf Entdeckertour

annika von
12. Juli 2020, 20:28 Uhr

War das gerade ein Pferdeschweif? Och, nein doch wieder nur Schilf. Naja vielleicht hinter der nächsten Kurve. Neugierig wandern wir durch die Geltinger Birk.

Die tollen Aussichten nutzt Annika auch für eine Foto-Safari.
Annika Frühsorge
Die tollen Aussichten nutzt Annika auch für eine Foto-Safari.
 

Das 773 Hektar große und seit 1934 bestehende Naturschutzgebiet „Geltinger Birk“ ist das größte Schutzgebiet des Kreises Schleswig-Flensburg und ein tolles Ausflugsziel zum Spazierengehen und entspannten Radfahren. Es bietet vielen Tierarten ein Zuhause.

Die Konik-Pferde.
Dörte Nohrden/dpa
Die Konik-Pferde.
 

Unter anderem können dort über das Jahr 200 Vogelarten und fast täglich der Seeadler entdeckt werden. Auch 90 verschiedene Brutvogelarten leben hier wie zum Beispiel Graugans, Kranich, Zwergseeschwalbe, Braunkehlchen und noch viele mehr. Im Herbst können auch Zugvögel wie arktische Gänse, Seetaucher und fast täglich Raubmöwen gesichtet werden.

Faszinierende Bäume.
Annika Frühsorge
Faszinierende Bäume.
 

Außerdem stehen auf den Weiden sogenannte Galloways, wildlebende Rinder, die die Flächen von Sträuchern, Gewächs und anderem zuwuchernden Pflanzen und für zahlreiche Vögel freihalten. Sie haben ein dichtes gewelltes Fell und sind durch ihre dicke Haut und den sparsamen Stoffwechsel sehr widerstandsfähig.

Und wenn man etwas Glück hat kann man auch die ursprünglich aus den Niederlanden kommenden freilebenden Koniks entdecken, die Wildpferdherde, welche zusammen mit den Galloway-Rindern die wichtige Aufgabe der Landschaftspflege übernimmt. Die Koniks ernähren sich komplett selbst, nur in strengen Wintern mit geschlossener Schneedecke wird Heu zugefüttert. Einmal im Jahr werden jedoch alle Koniks eingefangen, die Fohlen mit Mikrochips versehen und einzelne Tiere auch verkauft. Sonst würde die Herde mit ungefähr zwölf bis 15 zusätzlichen Fohlen pro Jahr zu groß werden.

Wenn man aber die Koniks unbedingt sehen möchte kann man auch gegen eine Spende bei einer Wildpferdführung mitmachen. Die Natur ist auch eindrucksvoll: Man kann Schilfsümpfe, Salzwiesen, Dünen, seichte Wasserflächen und noch vieles abwechslungsreiches mehr sehen. Ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall, weil für jede Zielgruppe etwas dabei ist und man auch noch viel über Tiere lernen kann. Heute konnten wir leider keine Koniks entdecken aber bestimmt klappt es beim nächsten Mal!

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