Erleben : Kara und Tino auf der Kieler Woche

Kara und Tino reiten auf der „Wave“.
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Kara und Tino reiten auf der „Wave“.

Was gibt’s für Neun- und Elfjährige beim großen Kieler Volks- und Segelfest? Zwei Geschwister haben’s getestet.

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26. Juni 2015, 01:09 Uhr

Trampolin springen, sich im Kletterwald austoben oder den besten Freund beim Tischkicker-Wettbewerb besiegen: Für Kinder bietet die Kieler Woche jede Menge Spiel, Spaß und Spannung. Für uns nehmen deshalb die beiden Nachwuchs-Reporter Kara (11) und Tino (9) die Angebote im Citti-Park im Schloßgarten unter die Lupe.

Der erste Weg der Kieler Geschwister führt zur „Wave“ – zum Wellenreiten. Auf dem Surfbrett müssen sie hier das Gleichgewicht halten, ohne den Boden zu berühren. „Das sieht ziemlich cool aus“, sagt Tino begeistert. Während die beiden Sportstudentinnen Eva Wehleit und Katharina Runge einige Tipps und Tricks verraten, steigen die beiden Geschwister auf die blauen Bretter. „Wow, das ist ja gar nicht so einfach wie es aussieht“, sagt Kara. Dennoch schlagen sich die Elfjährige und ihr Bruder wacker. Tinos Fazit: „Man muss sein Gewicht richtig verlagern und in die Knie gehen. Es ist leichter als Snowboarden, macht aber riesigen Spaß. Nur die lange Schlange nervt ein wenig“, sagt der Neunjährige.

Weiter geht’s zum Torwandschießen. Auch hier ist der Kieler in seinem Element. Schließlich spielt der Neunjährige nicht nur Tennis, sondern ist auch leidenschaftlicher Fußballer. Von den sechs Schüssen des Dortmund-Fans ist zumindest einer ein Volltreffer. Als Belohnung gibt’s für die beiden Nachwuchs-Reporter anschließend ein Eis. Tino und Kara entscheiden sich für ein Wasser-Eis mit Waldbeer- und Kirschgeschmack – blaue Zunge inklusive.

Nach der Pause lassen es die Geschwister ruhiger angehen. Im „Silent-Zelt“ kommt es am Tischkicker zum Familien-Duell. Kara gewinnt mit zwei Toren Vorsprung. „Das macht Spaß, auch wenn man sich nicht für Fußball interessiert“, findet die Elfjährige. „Vor allem bei Regen oder schlechtem Wetter ist das Zelt eine super Alternative“, sagt sie weiter. Direkt neben den Tischkickern gibt es Zirkus zum Selbermachen: Die Sportstudentinnen Julia Weigel und Sophie Sielauff zeigen Kindern Jonglieren, Tellerdrehen oder Diablo-Kunststücke. Kara und Tino probieren verschiedene Stationen aus und haben den Dreh schnell raus.

Nach diesem Erfolgserlebnis steuern die beiden Geschwister auf die nächste Herausforderung zu. Auf einer Slackline gilt es, über ein dünnes Seil von einer Seite zur anderen zu balancieren. Carlotta Brunke betreut die Station und gibt Tipps. Trotzdem fällt es Kara und Tino anfangs schwer, sich auf der straff gespannten Schnur zur halten. Ein wenig wackelig macht Kara dennoch die ersten vorsichtigen Schritte auf der Slackline und findet Gefallen am Tanz auf dem Seil. Karas Eindruck: „Nichts für Anfänger, aber durchaus zu empfehlen.“

Zum Schluss steuert Kara in Richtung Trampolin-Springen. An allen vier Stationen haben sich lange Schlangen gebildet. Dann ist die Elfjährige schließlich an der Reihe, doch das Wetter macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Wegen des einsetzenden Regens wird die gesamte Anlage gesperrt und Kara muss wieder aus den Gurten, die sie gerade angelegt hat, aussteigen. „Schade, dass es nicht geklappt hat. Aber ich komme sicher noch einmal mit meinen Freundinnen wieder und hole das nach“, erzählt Kara.

Nach zwei Stunden auf der Sport- und Erlebniswelt am Schlossgarten sind die beiden Nachwuchsreporter geschafft, aber vollauf zufrieden. „Das Wellenreiten und das Tischkickern waren meine Favoriten“, sagt Tino. Auch bei Kara steht das Surfen hoch im Kurs, „aber auch die ganzen Aktivitäten im Zelt“, so die Elfjährige. Dennoch wünschen sich die Geschwister noch mehr Kieler-Woche-Stationen für ihre Altersklasse. „Vieles ist eher für die Kleinen. Ein paar mehr coole Sachen für Kinder in unserem Alter wären nicht schlecht“, meinen die beiden Nachwuchs-Reporter.

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